Lörrach Klimaschutz ist für die NSI von zentraler Bedeutung

Gottfried Driesch
Der Maschinenpark bei NSI wird ständig modernisiert. Foto: Driesch

Während der Jubilarehrung von NSI-Präzisions- drehteile skizzierte Geschäftsführer Wolfgang Wetzel die Situation des Unternehmens. Die Herausforderungen sind enorm.

„Die Dekarbonisierung ist die größte Herausforderung für uns“, sagte Wetzel am Freitagabend im Gasthaus „Kranz“.

Das heißt konkret: die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen. Klimaschutz, Digitalisierung und demografischer: Wandel: Dies seien die Themenschwerpunkte, denen sich das Unternehmen am intensivsten widmen müsse.

Der Klimaschutz

Eine klimafreundliche Produktion sei mit dem Einsatz von „grünem“ Strom noch längst nicht erreicht. Auch alle Rohmaterialien und Vorprodukte müssten klimaneutral erzeugt werden, was die Preise nach oben treibe. „Aber Klimaschutz ist unser oberstes Gebot“, sagte Wetzel.

Die Auftragslage

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Probleme stehe die NSI vergleichsweise gut da. Rund 80 Prozent des Umsatzes mache man mit der Automobilindustrie. Teile für Airbags, Gurtstraffer, für verstellbare Stoßdämpfer oder Ventile für Luftfederungen werden in großen Mengen hergestellt. „Alles Teile, die sowohl in Verbrennern als auch in E-Autos gebraucht werden“, sagte der Geschäftsführer. Der Rest der Produktion ist für den Maschinenbau, die Konsumbranche, die Bauindustrie oder die Medizintechnik bestimmt. Die Toleranzen, mit denen die Teile gefertigt werden, bewegten sich oft im Mikrometerbereich.

„Wie haben im Durchschnitt ein Auftragspolster von fünf Monaten“, so Wetzel. Gearbeitet werde im Drei-Schicht-Betrieb. NSI sei dabei fest im Tarifvertrag verankert.

Die Ertragslage

Aus Nachhaltigkeitsgründen sei die Firma dazu übergegangen, gebrauchte Maschinen auf dem Markt zu erwerben und diese technisch auf den neuesten Stand zu bringen. „Das spart nicht nur Geld, sondern auch wichtige Ressourcen“, führte Wetzel aus.

Im ablaufenden Jahr seien rund zwei Millionen Euro investiert worden. Für 2024 seien erneut zwei Millionen Euro Investitionen vorgesehen. Die Ertragslage sei zufriedenstellend – was unter anderem an den Investitionen zu erkennen sei.

Die Corona-Krise habe in den Jahren 2020/21 zwar eine tiefe Delle hinterlassen, aber im laufenden Jahr habe die Firma mit einem Umsatz in Höhe von 42 Millionen Euro einen neuen Rekord erreicht. Auch die Eigenkapitalquote sei im Vergleich zu anderen Betrieben überdurchschnittlich hoch. Ständig werde der Maschinenpark modernisiert, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Das Firmenjubiläum

Am 17. Februar 2024 feiert die NSI-Präzisionsdrehteile ihr 90-jähriges Bestehen.

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