Lörrach Kopfsprung, Kraftsport, Köpfchen

Das Schwimmbad als Eldorado für junge Sportfans – und solche, die es werden wollen. Foto: Beatrice Ehrlich

Lörrach - Mit „Badenova bewegt“ eröffnete am Samstag das Parkschwimmbad Lörrach die Freibadsaison. Kinder nutzten dabei die Gelegenheit, mit einem Turmspringweltmeister an ihrer Sprungtechnik zu feilen.

Trendsportarten kommen und gehen, „Badenova bewegt“ kommt immer wieder: Jedes Jahr in leicht veränderter Form und doch klar wiedererkennbar an dem übergeordneten Ziel. Schon seit elf Jahren ist das Schwimmbad-Opening mit Sportangeboten der Vereine und sonstiger Akteure eine Einladung an Kinder und Jugendliche, Sport zu treiben und sich zu bewegen. An den Stationen galt es, Punkte zu sammeln.

Gleich hinter dem Eingang des Parkschwimmbads, der heute für alle offen steht, zieht die Bungee-Run-Station des Badischen Sportbunds alle Aufmerksamkeit auf sich. Ein Fall für Standfeste: Lässt man beim Anrennen gegen das gespannte Seil nur einen Augenblick locker, dann schnellt man wie ein Gummiball zurück an die Wand, wo man gestartet ist. Ein Glück, dass die Station aus aufgeblasenem Kunststoff ist, wie eine Hüpfburg dicht daneben für die Größeren.

Der Kraftsportclub Lörrach ist die nächste Station. Junge Nachwuchsgewichtheber geben den Kindern eine erste Lektion im Reißen und Stoßen, mit enger oder mit weiter Griffstellung, danach geht’s runter auf die Matte: Sit-Ups. Mehr um die Kraft im Kopf geht es beim Schachclub Brombach gleich nebenan, wo ein Springerproblem zu lösen ist. Konzentrationsvermögen ist auf der anderen Seite beim Balancieren über die Slackline gefragt.

Zum ersten Mal ist in diesem Jahr die DLRG mit dabei. Geduldig erklären die Rettungsschwimmer den Kindern die wichtigen Baderegeln; außerdem gilt es, an einer langen Schnur einen Basketball einem „Ertrinkenden“ als Rettungsmöglichkeit zuzuwerfen. Zudem geben die Mitarbeiter erste Einblicke in die Herz-Lungen-Wiederbelebung – samt Testversuch. Schwimmen, das interessiert die Eltern. Nach Schwimm- und Aufbaukursen wird mehrmals gefragt. Die DLRG-Leute verweisen auf volle Kurse und den Mangel an freien Bahnen zum Trainieren. Nicht überall ist man wie in Lörrach mit zwei Schwimmbädern bedient: Wer möchte, kann am Stand der Lebensrettungsgesellschaft einer Petition gegen Schwimmbadschließungen unterschreiben.

Nicht jedes Kind hat den Ehrgeiz, alle Stationen zu absolvieren. Dafür ist die Liste mit insgesamt 20 Stationen aber auch wirklich lang. Neben den Sportarten mit durchlaufendem Mitmachangebot sind verschiedene Workshops zu absolvieren: HipHop und Breakdance beim Tanzwerk Lörrach, Jazztanz bei Dance Emotion, Take Wan Do und – als Höhepunkt – der Sprungbrettworkshop mit dem Turmspring-Experten Christian Hansler. Alle halten den Atem an, als er komplett eingekleidet, einem Mädchen beim Absprung assistiert und sich dabei weit über das Ende des Ein-Meter-Bretts beugt. Fällt er hinein? Doch nicht!

Wer jetzt noch nicht genug hat, kann sich an Street-Fußball, Tischtennis und Bubble Soccer versuchen, Lieblingsstationen wie die großen Trampolinnetze haben die Kinder da schon längst hinter sich.

Andere ziehen einen Sprung ins im Vergleich zur Umgebungstemperatur angenehm beheizte Becken vor, erster Vorbote eines Schwimmbadsommers, der sich in diesem Jahr nur in kleinen Schritten nähert.

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