Lörrach Lauf für die Ukraine

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Tumringer Schüler malen Friedenstauben. Foto: Elsner

Lörrach (ms). Die Schüler des Hans-Thoma-Gymnasiums veranstalteten einen Spendenlauf für die Ukraine. Insgesamt sind etwa 32 000 Euro zusammengekommen. Das Geld wurde zur einen Hälfte an die ukrainische Partnerstadt Wyschgorod vermittelt, zur anderen an den Freundeskreis Asyl Lörrach, um denen zu helfen, die bereits flüchten konnten.

Organisiert hatte den Spendenlauf die Schüler-Mit-Verantwortung (SMV) mit der Sportfachschaft. Der Lauf fand im regulären Sportunterricht der Klassen statt. Jeder Schüler sollte 30 Minuten am Stück laufen, die Runden wurden gezählt und pro Runde verdienten die Schüler sich einen Betrag. Die Sponsoren wurden schon vorher im persönlichen Umfeld gesucht. Die Schülerschaft wollte so ein Zeichen der Solidarität setzen. „Wir haben viele Mitschüler, die aus der Ukraine kommen. Wir wollen zeigen, dass wir hier einer für alle und alle für einen sind“, meinte der Schülersprecher Carl Dischinger. Im normalen Schulalltag im HTG spüre man, dass der Krieg in der Ukraine ein großes Thema ist. Ob in Geschichte, Ethik oder Englisch, jeder Lehrer bindet das Thema in seinen Unterricht ein.

In der Unterstufe wurden Zettel mit Friedenstauben ausgeteilt, und die Schüler durften diese bemalen und mit Sprüchen verzieren. Die Ergebnisse wurden an einer Pinnwand im Eingang aufgehängt. „Die Schüler, die aus der Ukraine kommen, sollen bei uns mit offenen Armen empfangen werden“, erklärt Dischinger.

Auch in Zukunft sind weitere Aktionen für die Ukraine geplant, beispielsweise ein Flohmarkt im Sommer.

Grundschule Tumringen

Auch andere Schulen setzen sich für die Ukraine ein. Véronique Elsner, Schulleiterin der Grundschule in Tumringen, erzählt, dass viele Eltern sich dafür ausgesprochen hätten, den Krieg im Unterricht zu besprechen. Die Lehrer erhielten Material, mit dem sie den Grundschülern die aktuelle Lage gut und verständlich vermitteln konnten. Die Kinder seien alle sehr bewegt gewesen und richteten einen Muffin-Verkauf aus, mit dem sie über 100 Euro einnahmen, welche an ein Spendenkonto für die Ukraine gespendet wurden. Auch für die Zukunft seien weitere Aktionen geplant.

Vor den Osterferien hatte die Grundschule bereits ihren ersten Schüler aus der Ukraine begrüßt, inzwischen sind es vier; drei weitere sind bisher fürs nächste Schuljahr angemeldet. Der Förderverein der Schule beschloss, den geflüchteten Familien der Kinder das Schulmaterial zu bezahlen.

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