Lörrach Leben bis zuletzt

Foto: Peter Ade       Foto: Die Oberbadische

Lörrach - Die Arbeit des mittlerweile weit über tausend Mitglieder zählenden Förderkreises für das Hospiz am Buck findet immer mehr Freunde und Unterstützer. Deutlich wurde dies am Samstagabend bei der besinnlichen Feier „Licht + Leben“.

Die evangelische Stadtkirche und danach der Platz um den Weihnachtsbaum am Alten Mark waren am Vorabend des ersten Advent gut besucht. „Wieder sind wir hier zusammen und erinnern uns an den Leitsatz: Leben bis zuletzt“, begrüßte die Ärztin Tilly Nothhelfer, Vorstandsmitglied des Fördervereins, die Besucher.

Die Feier, so Nothhelfer, möge daran erinnern, wie wichtig es sei, „jetzt zu leben“. Angesichts hektischer Tage in der Vorweihnachtszeit müsse man sich fragen: „Sehnen wir uns auch nach der Ruhe und wollen wir eigentlich noch Zeit haben für uns selbst?“

Nothhelfer beschrieb den tieferen Sinn der Kerzen, die die die Besucher am Alter der Stadtkirche entzündeten: „Es ist ein Licht, das die Nacht erhellt, ein Licht, das aber auch uns erhellt.“ Sie rief dazu auf: „Geben wir dem Licht die Chance, in uns zu dringen - ganz in der Hoffnung, dass es uns innerlich hell macht, den Weg erleuchtet, Wärme schenkt.“

Da Finsternis oftmals Angst und Beklemmung verbreite, möge das flackernde Licht der Kerzen den Menschen Hoffnung und Zuversicht vermitteln, bat Nothhelfer. Die Idee zur Feier hatten vor mehreren Jahren einige Vorstandsmitglieder nach einem Besuch beim Hospizförderverein in der englischen Partnerstadt Chester.

Vorstandsmitglieder des Förderkreises bereicherten die Stunde mit Gedichten und Erzählungen, die allesamt das Hoffnung gebende Licht zum Inhalt hatten. Bernadette Panzer und Michaela Klokow lasen besinnliche Texte. Tilly Nothhelfer, Gerlinde Böhringer, Marlies Rödiger und Peter Ade zitierten Gedanken und Gefühle aus unterschiedlichen und ganz persönlichen Lebenssituationen.

Für gediegene musikalische Umrahmung sorgte der Chor „Canto Allegro“ unter Leitung des Kirchenmusikers Andreas Mölder, der auch am Keyboard begleitete. Zusätzlich bereichert wurde die Feier mit Trompetenspiel von Dirk Hoffarth und Mario Richardt.

Im Kerzenschein zogen die Menschen später zum Weihnachtsbaum am Alten Markt, wo die Veranstaltung mit weiteren musikalischen Darbietungen ihren Ausklang fand. Fürs gemütliche Beisammensein unterm Weihnachtsbaum spendierte Wein-Speck einen herzhaften Glühwein.

Nothhelfer und Ade dankten im Namen des Förderkreis-Vorsitzenden Klaus-peter Huck und dessen Stellvertreterin Susanne Wetzel allen Mitwirkenden. Oberbürgermeister Jörg Lutz ließ Grüße übermitteln. Für den Gemeinderat war Stadträtin Annette Bachmann-Ade präsent.

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