Lörrach „Lebendiges und attraktives Dorf“

Ortsvorsteher Günter Schlecht bei seiner Neujahrsansprache: „Unsere Dorfgemeinschaft ist lebendig und auf einem guten Weg in die Zukunft.“ Foto: Peter Ade

Lörrach-Hauingen - Über 200 Bürgerinnen und Bürger folgten am Freitag der Einladung zum Neujahrsempfang in der Festhalle Hauingen. Ortsvorsteher Günter Schlecht skizzierte das Bild eines lebendigen Gemeinwesens und ehrte Gabi Vögtlin, Gründerin und Vorsitzende des Vereins „Zeitbank plus“.

„Die Zeiten werden unruhiger, und die Welt im Großen wie im Kleinen verändert sich stetig“, sagte der Rathauschef am Beginn seiner Neujahrsrede. Ängste und Sorgen der Menschen müssten ernst genommen werden. Freiheit, Demokratie und Wohlstand seien gefährdet, wenn es zu wenige Verfechter und Verteidiger gebe.

Das Hauinger Jahr 2018 bezeichnete Schlecht als ereignisreich. „Unsere Dorfgemeinschaft mit ihren über 3100 Einwohnern ist lebendig und auf einem guten Weg in die Zukunft.“

Als beherrschende Themen des Vorjahres nannte Schlecht unter anderem das Bemühen um Hochwasserschutz, den Bebauungsplan „Am Soormattbach“, gravierende Verkehrs- und Parkprobleme sowie deutliche Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr, zum Beispiel durch den demnächst wirksamen „Ein-Euro-City-Tarif Lörrach“.

Über weitere Hauinger Projekte sowie personelle Veränderungen berichtete unsere Zeitung vor wenigen Tagen ausführlich nach dem Jahrespressegespräch mit dem Ortsvorsteher; darin enthalten die Amtseinführung von Pfarrerin Martina Schüßler, die jetzt erstmals an einem Hauinger Neujahrsempfang begrüßt werden konnte.

Lob fürs Ehrenamt

„Viele haben sich in der Gemeinschaft, in Vereinen und Initiativen ehrenamtlich eingebracht“, würdigte Schlecht in seiner Ansprache das freiwillige Engagement im Dorf. Viele fänden Sinn darin, anderen zu helfen oder Freude zu bereiten. „Das Ehrenamt stiftet Zusammenhalt und belebt die Demokratie im Ganzen.“

Klinik-Standort ideal

Den Standort Entenbad für das zukünftige Zentralklinikum bezeichnete der Rathauschef als „attraktiv für die ganze Region“. Freilich werde das Projekt den Nordosten der Stadt und – nach Schließung des Kreiskrankenhauses und der Klinik St. Elisabeth – auch die City verändern. Die Optimierung der medizinischen Versorgung durch das Zentralklinikum sei aber nicht von der Hand zu weisen.

„Gewisse Bedenken der Bürgerschaft“ hinsichtlich des Bauvolumens und der Verkehrsanbindung seien verständlich, so Schlecht. „Doch sehen wir auch die Chancen und positiven Seiten für eine gute medizinische Versorgung der Zukunft – vor unserer Haustüre.“

„Geben und Nehmen“

Den im Jahr 2015 gegründeten Verein „Zeitbank plus – Lörrach“ lobte Schlecht für dessen Grundidee, durch aktive Nachbarschaftshilfe mehr Lebensqualität zu schaffen. Die für Andere eingebrachten Stunden werden den Helfern gutgeschrieben. Bei persönlichem Bedarf könnten sie 1:1 darauf zurückgreifen.

Der von Gabi Vögtlin initiierte Verein hat bereits 143 Mitglieder, die bislang 1181 Stunden um Einsatz waren. „Zeitbank plus“, so Schlecht, entwickle sich zu einem sozialen Netz und vermittle den Beteiligten Sicherheit und Zugehörigkeit auf der Basis des Gebens und Nehmens.

Umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Frauenchor ’82 Hauingen unter Leitung von Alessandro Limentani. Das gemeinsam gesungene Badnerlied leitete zum gemütlichen Teil der Feier über.

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