Lörrach Leuchtende Bälle in der Lerchenstadt

Impressionen der neuen Beleuchtung „i-Ball“.  Digitale Simulation: zVg Foto: Die Oberbadische

Lörrach - Zur Lörracher Adventszeit gehört die Weihnachtsbeleuchtung ebenso wie der Weihnachtsmarkt. Für beide kündigen Stadt und Wirtschaftsförderung Veränderungen an.

In den Wochen vor Heiligabend und bis ins neue Jahr hinein erfüllt die Weihnachtsbeleuchtung die Innenstadt mit warmem Licht. „Leider sind nun – nach 30 Jahren – die notwendigen Ersatzteile und LED-Lämpchen nicht mehr lieferbar“, erklärt Marion Ziegler-Jung, Geschäftsführerin der Lörracher Wirtschaftsförderung im Gespräch mit unserer Zeitung.

Keine Adventszeit ohne Weihnachtsbeleuchtung

Die bisherige Weihnachtsbeleuchtung mit ihren 1200 Lichtzöpfen und rund 30 000 Lichtpunkten wurde Ende November 1991 eingeweiht. „Die Anschaffungskosten inklusive Planung und Erstmontage lagen damals bei 240 000 D-Mark“, so Ziegler-Jung.

Gerade im „Corona-Jahr“ stelle die Notwendigkeit einer neuen Beleuchtungsvariante „eine große Herausforderung“ dar. Indes: „Wir mussten rasch eine Alternative finden, denn für uns war klar, dass es in der Einkaufsstadt keine Adventszeit ohne Weihnachtsbeleuchtung geben kann.“

Etwa 200.000 Euro für Anschaffung und Erstmontage

Für die neue „i-Ball“-Beleuchtung gehe sie von Kosten in Höhe von rund 200 000 Euro netto für Anschaffung und Erstmontage aus. Künftig sollen die Licht-Akzente auf die Eingänge zur Fußgängerzone und den Kernbereich zwischen Marktplatz und Chesterplatz konzentriert werden. „Aufgrund der Neukonfiguration werden wir mit der Montage voraussichtlich schon Ende September beginnen“, erläutert sie.

Die bisherigen Co-Finanzierungspartner in der Turm-, Teich-, Tumringer- und in der Unteren Wallbrunnstraße sowie der Basler Straße würden zeitnah über das neue Konzept informiert. „Wir werden die anliegenden Geschäfte und Dienstleister bitten, sich auch in diesem Jahr trotz Corona im Rahmen ihrer Möglichkeiten an den Montagekosten zu beteiligen“, kündigte Ziegler-Jung an.

Die reinen Anschaffungskosten für die neue Beleuchtung werden von der Stadt Lörrach im „Gefäß“ der WFL Wirtschaftsförderung Lörrach getragen. Sie sei Oberbürgermeister Jörg Lutz dankbar, „dass wir als Wirtschaftsförderung ein so deutliches Signal der Unterstützung an die Akteure in unserer Einkaufsstadt aussenden dürfen.“

Option einer Crowdfunding-Kampagne wird geprüft

Außerdem werde gerade die Option einer Crowdfunding-Kampagne geprüft, bei der sich auch Privatpersonen oder einfach Liebhaber einer stimmungsvoll erleuchteten Innenstadt an der Finanzierung der neuen Lichtquelle beteiligen können. Erstmals eingeschaltet wird sie am Donnerstag vor dem 1. Advent.

Dagegen wurde der Weihnachtsmarkt bereits abgesagt. Der alternative „Weihnachtszauber“ wird vom 3. bis 13. Dezember auf dem Alten Marktplatz und dem Senser Platz in verkleinerter Form, aber mit den traditionellen Hütten, stattfinden. Corona-bedingt muss auf Gastronomie- und andere Stände, die eine Ansammlung von Menschen begünstigen, verzichtet werden.

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