Lörrach Liebe auf den ersten Blick

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Das Jubelpaar ist seit 50 Jahren glücklich verheiratet.                                     Foto: Gottfried Driesch

Lörrach-Haagen (dr). Als sich Hannelore geborene Hain und Andreas Wehner kennen lernten, waren beide noch in der Lehre. Sie erlernten artverwandte Berufe: Sie machte eine Ausbildung als Bauzeichnerin, er erlernte in der Schweiz den Beruf des Eisenbetonzeichners.

Andreas Wehner stammt aus dem Stadtteil Stetten. Seine Auserwählte lebte in Tüllingen. Wie sie später feststellten, haben beide die Realschule in Lörrach besucht. Dort sind sie sich aber nie über den Weg gelaufen.

Es war im Jahr 1971, als ein Freund von Hannelore Hain sie zu einer Geburtstagsfeier eines Bekannten mitnahm –es war Andreas Wehner, der da feierte. „Es hat sofort gefunkt“, erzählt der Jubelbräutigam im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, ergänzt die Goldene Braut.

Sieben Wunschkinder

Ab da waren sie unzertrennlich. Nur ein Jahr später, am 22. September 1972, fand die Hochzeit statt. Beide Eltern der Brautleute seien nicht gerade begeistert von der Hochzeit gewesen, erinnert sich das Paar. Bald meldete sich das erste Kind an. Im Laufe der Ehe wurden es sieben. „Alles waren Wunschkinder“ erzählt Hannelore Wehner. Heute gehören 14 Enkelkinder zur Familie. Alle wohnen noch in der Regio.

Das ganz große Fest zur Goldenen Hochzeit hat bereits stattgefunden. In der vorvergangenen Woche hat das Jubelpaar alle Kinder, Schwiegerkinder und Enkel für eine Woche nach Italien eingeladen. „Wir wollten alle zusammen feiern, so lange wir noch gesund und aktiv sind“, gibt das Paar als Begründung an. Es sei ausgesprochen harmonisch und friedlich gewesen – eine wunderschöne Erinnerung.

Trotz der großen Kinderschaar hat sich Hannelore Wehner über Jahrzehnte ehrenamtlich für die Ukraine engagiert. Sie hat Spenden angenommen und eine Kleiderkammer organisiert. „Das war lange vor der aktuellen Ukraine-Krise“, sagt sie. Ferner hat sie 25 Jahre im Chor der Kirchengemeinde Rötteln gesungen.

Andreas Wehner gibt als sein Hobby seinen Beruf an. „Ich war voll engagiert. Die Ortsumfahrung von Schopfheim sehe ich als mein Lebenswerk an“, berichtet er begeistert. Zwölf Jahre sei er mit der Planung und der Realisierung dieses Projektes beschäftigt gewesen. Noch heute geht der Jubilar halbtags in sein altes Büro, um zu arbeiten. „Man rostet sonst ein“, sagt er. Als Ausgleich zeichnet er mit viel Talent Karikaturen – ein Kontrast zu den technischen Zeichnungen.

Schon seit Jahren verbringt das Ehepaar Urlaube auf Kreuzfahrtschiffen. Neben den „heimischen“ Gewässern Nord- und Ostsee ging es auch schon mal in die Karibik. Die „Goldene Hochzeitsreise“ wird demnächst auf dem Rhein von Basel bis Rotterdam stattfinden.

Die Redaktion gratuliert herzlich und wünscht noch viele gemeinsame Jahre.

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