Lörrach „Lörrach braucht solch ein Haus“

Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Lörrach hat ein neues Wahrzeichen. Der weiße Turm mit der attraktiv gegliederten Fassade beherbergt das „Steigenberger Hotel Stadt Lörrach“. Das Gebäude, geplant vom Architekten Peter Külby, steht kurz vor seiner Vollendung.

Lörrach (mh). „Lörrach braucht solch ein Haus“, ist General-Manager Tobias Fischer überzeugt, und mit der Marke Steigenberger als Franchise-Partner habe man die richtige Wahl für die Regio getroffen.

Hochbetrieb herrscht an diesem Montagmorgen auf der Baustelle des neuen Hotels. Zahlreiche Handwerker wuseln durch die Flure, in den Zimmern sind Reinigungskräfte am Werk, an der Rezeption in der Lobby findet eine Schulung für das Buchungssystem statt. Noch immer ist der angekündigte Lastwagen mit den Geräten für den Fitnessraum im 20. Stockwerk nicht da: und in drei Tagen ist Eröffnung.

Trotzdem ist Fischer ziemlich entspannt. „Es ist positiver Stress“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung, und er ist sicher, dass alles termingerecht fertig wird. „Es geht alles Hand in Hand – alles ist gut koordiniert“, sagt der Hoteldirektor, der zusammen mit seiner Frau Irina das Haus führt. Es sei schon ein gewisser Druck da, räumt er ein, aber die Freude auf die bevorstehende Eröffnung sei groß. „Die Mannschaft ist motiviert“: Derzeit arbeiten bereits 45 festangestellte Mitarbeiter im Hotelneubau. Am 1. Juni ziehen die ersten Gäste ein. Das Hotel hat 178 Zimmer, die in sechs Kategorien, vom Classic Room bis zur 140 Quadratmeter großen luxuriös ausgestatteten „Vitra-Suite“ im 20. Stock, aufgegliedert sind.

Oben, hoch über den Dächern Lörrachs, befindet sich auch ein Fitnessraum. Von dort aus eröffnet sich dem Sportler ein toller Blick über Lörrach. Panorama-Sicht über die Lerchenstadt haben Gäste auch aus der Sauna mit ihren großen Glasflächen.

Elektriker sind gerade dabei, die Fernseher zu installieren und zu programmieren, die Telefone werden angeschlossen, parallel wird das W-LAN-Netz aufgebaut.

Draußen sind die Gärtner dabei, dem parkähnlichen Außenbereich des Hotels, geplant vom Zürcher Landschaftsarchitekt Enzo Enna, den letzten Schliff zu geben. Unterdessen ist ein riesiger Autokran auf der Nordseite aufgefahren, mit dessen Hilfe Bäume auf die Terrasse des Event-Bereichs gehoben werden. Diese werden dort in großen Pflanztrögen eingesetzt.

„Wir haben drei Schnittstellen, die die Arbeiten koordinieren“, sagt Fischer, das ist zum einen der Generalunternehmer Implenia, der für das Gebäude zuständig ist, zum zweiten die Firma Bachhuber für die Einrichtung und zum dritten er selbst. „Die Absprache klappt gut, denn wir ziehen alle an einem Strang, bei Verzögerungen kann man sofort flexibel reagieren und umdisponieren.“

95 Prozent der Arbeiten sind geschafft. Jetzt werden die Zimmer eingerichtet – für einen Laien gar nicht so recht vorstellbar, was alles dahintersteckt. Ein Prozess der Monate in Anspruch genommen hatte, bis alles zueinander passte – bis hin zu Kleinigkeiten wie Shampoo oder Köperlotion für die die Bäder. „Es muss zueinander passen“, betont Fischer, dem man die Begeisterung für das Projekt anmerkt.

Zu seinen Aufgaben gehört es auch, ein gutes Arbeitsumfeld für 60 Mitarbeiter sowie 20 Teilzeitbeschäftigte zu schaffen. Schlussendlich überträgt sich das auf den Gast.

„Die Personalfrage war aufgrund der besonderen Lage an der Grenze zur Schweiz eine unserer großen Sorgen, doch es konnten alle Stellen mit qualifizierten Kräften besetzt werden“, freut sich Fischer, der von guter Stimmung unter dem Personal, trotz des Drucks, berichtet.

Das Mobiliar für das Restaurant „Hebel“ mit seinen 138 Innen- und 100 Außenplätzen und die Bar „1760“, steht bereit und wartet darauf, ausgepackt zu werden. Die Küche ist dagegen schon in Betrieb, denn an das Hotel ist ein Boardinghaus mit 42 Studios und sieben Appartements angegliedert, das bereits seinen Betrieb aufgenommen hat.

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