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Eine soziale Stadt hat viele Facetten: Die wertige Gestaltung des öffentlichen Raums gehört gewiss dazu. Auf die Bedeutung dieses Aspekts wies Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic gestern beim Mediengespräch im Zusammenhang mit der geplanten Aufwertung der Palmstraße hin. Und: Einen weiteren Farbtupfer im Quartier soll abermals eine Blumenwiese auf der Brachfläche vor dem Rathaus bieten.

Lörrach (bk). In der Sitzung am kommenden Donnerstag wird der Gemeinderat über die Vergabe der Bauleistungen zur Umgestaltung der Palmstraße, der nördlichen Turmstraße und der Straße Am Hebelpark entscheiden.

Die Palmstraße

Die Stadt hat im Vorfeld noch einmal eine detaillierte Kostenaufschlüsselung vorgelegt. „Nach dem Ergebnis der Ausschreibung belaufen sich die Kosten für das ausgeschriebene Leistungspaket der Stadt Lörrach auf rund 4,9 Millionen Euro. Das Paket umfasst Arbeiten zur Verlegung von Abwasserkanälen, Trinkwasserleitungen, Fernwärmeleitungen sowie der Neugestaltung des Straßenraumes. Der größte Anteil mit etwa 3,4 Millionen Euro fällt auf den Straßenbau“, teilt die Stadt mit. Im Vergleich zur Kostenberechnung der Entwurfsplanung von 2021 ergeben sich für die Neugestaltung des Straßenraums Mehrkosten von etwa 940 000 Euro.

Haushaltsmittel anderer Projekte heranziehen

Zur Finanzierung dieser Mehrkosten müssen Haushaltsmittel anderer Projekte herangezogen werden. Die Verwaltung schlägt vor, Mittel aus den Projekten Am Zoll Lörrach Riehen, Parkplätze Schwarzwaldstraße und dem zweiten Bauabschnitt der Haagener Straße zur Abdeckung zu verwenden. „Diese Projekte müssen daher vorläufig entfallen beziehungsweise zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden“, so die Stadt.

Von der Bedeutung dieser Aufwertung im urbanen Raum überzeugt

Den Ausgaben stehen Einnahmen in Höhe von insgesamt 467 000 Euro aus dem städtebaulichen Vertrag zum Wohn- und Geschäftshaus Postareal sowie Fördermittel aus dem Sanierungsgebiet „Nördliche Innenstadt“ in Höhe von etwa 958 000 Euro entgegen. Die zu erwartenden Finanzmittel betragen somit insgesamt etwa 1,4 Millionen Euro.

Sowohl OB Jörg Lutz als auch Neuhöfer-Avdic betonten, dass die Kostensteigerungen insbesondere angesichts der angespannten Haushaltssituation schmerzhaft sein. Dennoch zeigten sich beide von der Bedeutung dieser Aufwertung im urbanen Raum überzeugt.

Sie wiesen unisono darauf hin, dass hierzu auch die Arbeiten der Bahn am Lörracher Hauptbahnhof beitrügen.

Die Blumenwiese

Unterdessen soll auf der Brachfläche vor dem Lörracher Rathaus am Sarasinweg wieder eine Blumenwiese sprießen. Ende März wurden Saatgutmischungen ausgebracht. Ab Juni werden dort außerdem Pflanzkübel-Sitz-Kombinationen aufgestellt.

Mehrjährige Wildkräuter und Blumen

Wegen der geringen Niederschläge und niedrigen Temperaturen im April wachsen die Pflanzen bis jetzt nur spärlich. Deshalb wird auf der Fläche nochmal nachgesät: einjährige und mehrjährige Wildkräuter und Blumen. „Durch das breite Spektrum an Pflanzen fördert die Bienenweide nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge“, betont die Stadt.

„Urban Gardening“ – inmitten der Stadt

Ein Experiment wagt die Stadt mit der Einrichtung von Hochbeeten auf der Fläche vor dem Rathaus: In diesen sollen Nutzpflanzen kultiviert werden – Ernten inbegriffen. Dies sei, so Neuhöfer-Avdic, wahrlich „Urban Gardening“ – inmitten der Stadt

Mehr Infos zum Thema sind unter www.loerrach.de/blumenwiese abrufbar.

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