Lörrach Lutz hat Lust auf acht Jahre Vollgas

Bernhard Konrad

Von Bernhard Konrad

Lörrach. Ein bisschen unsicher war Jörg Lutz dann doch vor dem Wahlausgang – man weiß ja nie..., obwohl er gemeinsam mit seinem Wahlkampfteam bis zum Schluss „geackert und gerackert“ habe, sagte der OB gestern Abend im Rathaus-Foyer.

Indes: Zweifel wären nicht nötig gewesen. 86,6 Prozent der Wählerstimmen – geringe Wahlbeteiligung hin oder her – haben Lutz „überwältigt“. Er dankte seinen Unterstützern, allen voran seinem Wahlkampfteam und seiner Familie – insbesondere seiner Ehefrau Judith.

Die kommenden acht Jahre werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch turbulenter als die vergangenen, sagte Lutz angesichts unsicherer Zeiten und zahlreichen Herausforderungen für die Kommune. Sicher sei, so der alte und neue Oberbürgermeister: „Ich werde acht Jahre Vollgas geben. Ich habe richtig Lust darauf.“

Claus Seibt – er erhielt 8,1 Prozent der Stimmen – äußerte sich auf Anfrage unserer Zeitung am Wahlabend schriftlich: Er dankte seinen Wählern und gratulierte Lutz zum Wahlerfolg: „Ich wünsche ihm Bereitschaft zum Dialog, um gemeinsam mit den Bürgern Lörrach ’Energie’ zu geben.“

Die Zeit vor der Wahl empfand Seibt als inspirierend: „Ich habe die Lörracher noch besser kennen gelernt, und das hat sehr viel Freude gemacht. Bei den vielen Unterstützern möchte ich mich aber auch entschuldigen, dass ich berufsbedingt und bedingt durch wenig Ressourcen als ’parteiiloses Einpersonen-Team’ in der Stadtgesellschaft weniger sichtbar werden konnte, wie zunächst vorgesehen.“
 

Klaus Springer war ebenfalls nicht zugegen. Er hatte immerhin bei der Kandidatenvorstellung im Burghof für Heiterkeit gesorgt, indem er unumwunden den finanziellen Aspekt des Amtes als ein wesentliches Motivationsmerkmal seiner Kandidatur bezeichnete. Damit bringt man es in Lörrach bei einer OB-Wahl immerhin auf über drei Prozent.

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