Lörrach Markenzeichen  „Sunnedörfli“

Beim Festakt des Gewerbevereins Hauingen (v.l.): Silke Herzog, Horst Simon, Jörg Lutz, Ewald Schäck, Annette Bachmann-Ade und Klaus Jost Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Eine eindrucksvolle Leistungsbilanz präsentierte der Gewerbeverein Hauingen beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen. Der Slogan „Dorf an der Sonne“ ziert das Wappen der Vereinigung und ist seit der Gewerbeschau im Jahr 2005 zum Markenzeichen des Ortsteils geworden.

Von Peter Ade

Lörrach-Hauingen. Gäste aus Politik und Wirtschaft feierten das Jubiläum am Montagabend im Saal von „Mundart-Dentallober“ auf Einladung der Inhaber Daniela und Markus Mayer. Ewald Schäck, seit 15 Jahren Vorsitzender des Gewerbevereins, hielt Rückschau auf bewegte und bewegende Jahre.

Rückschau

Gegründet wurde der Verein von den mittlerweile verstorbenen Geschäftsleuten Udo Kunz und Hansjörg Grieshaber, um die Vielfalt und Breite des Hauinger Gewerbes bekannt zu machen und zu fördern. Beratung und Unterstützung einzelner Betriebe gehören ebenso dazu wie eine Reihe großer Veranstaltungen, zum Beispiel die drei Gewerbeschauen 2005, 2009 und 2013.

Vor vier Jahren rief der Verein den ersten Hauinger Dorfflohmarkt ins Leben. Dieser erfreut sich seither Jahr für Jahr einer steigenden Beliebtheit. Der Markt hat sich zu einem beliebten Kommunikationstreff gemausert.

Auch Einsätze für das Gemeinwohl liegen den Akteuren am Herzen. 2012 wurde eine Spendenaktion für den Neubau des Katzenhauses im Hauinger Tierheim gestartet. Mehr noch: Einige Männer streiften in ihrer Freizeit den Blaumann über und schufteten in der Heilisau mit.

Gesellige Aktivitäten

Für Mitglieder und Freunde gibt’s regelmäßig Ausflüge, Besichtigungen und Stammtische. Gelegentlich werden sportliche Aktivitäten angeboten, zuletzt eine Radtour durchs Wiesental. Schäck ist überzeugt: „Wir haben mit unserem Verein eine Plattform geschaffen, auf der Selbständige ihre Erfahrungen diskutieren und austauschen können.“ Aus Gemeinsamkeiten seien Freundschaften und mitunter Geschäftsbeziehungen entstanden.

Ausblick

Für die Zukunft wünscht sich der Vorsitzende mehr Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein „Pro Lörrach“ und den umliegenden Vereinigungen. Hinsichtlich eines elektronischen Einkaufsverbunds Wiesental seien Gespräche mit dem Gewerbeverein Steinen angelaufen. In Hauingen stünden weitere Veranstaltungen an.

Die Ortschaftsrätin

Der stellvertretenden Ortsvorsteherin Annette Bachmann-Ade ist es wichtig, dass Hauingen nicht zum Wohn- und Schlafdorf wird. Eine größtmögliche Versorgung in allen wichtigen Lebensbereichen müsse gesichert bleiben. Dazu brauche es die Vielfalt an Gewerbe und dessen Ausbau. „Leider haben in den letzten Jahren einige Geschäftsinhaber aus Altersgründen aufgeben müssen und konnten trotz intensiver Suche keine Nachfolger finden“, bedauerte sie.

Annette Bachmann-Ade ist überzeugt: „Mit dem bevorstehenden Bau des Zentralklinikums wird sich unser Dorf in den nächsten zehn Jahren weiter verändern.“ Dem Gewerbeverein als Interessenvertreter der örtlichen Geschäftswelt erwachse daraus eine zentrale Bedeutung.

Der Oberbürgermeister

Diesen Aspekt unterstrich auch Oberbürgermeister Jörg Lutz, der einen Überblick zum Planungsstand gab. Im Klinikum sieht er eine „bahnbrechende Entwicklung im Gesundheitswesen der Region“. Bis Sommer 2020 rechne er mit der Fertigstellung der neuen Landstraße 138. Es sei wichtig, dass Hauingen von dem zu erwartenden Baustellenverkehr verschont bleibe. Der vorgesehene S-Bahn-Halt „Zentralklinikum“ sollte mit dem Bau eines zweiten Gleises einhergehen, um auf Dauer den 15-Minuten-Takt sicherzustellen: „Die Verkehrsplanung muss eingebunden sein in die Ertüchtigung der Wiesentalstrecke.“

Bürgerinformation

Für den 14. Oktober kündigte Lutz eine Bürgerinformation der Stadt zum Bebauungsplan an. Am 18. November werde der Landkreis öffentlich über den Planungsstand des Klinikums informieren.

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