Lörrach Melodischer Punkrock begeistert

Lörrach - Ein Abend voller Rockmusik, mal härter, mal melodischer, dabei mit viel Charme, gab es am Freitagabend in Lörrach im Alten Wasserwerk. Die Band „Cryssis“ spielte ein intensives Konzert, supportet von Raw Sienna.

Melodischer Punkrock und beachtliches Repertoire

Die Band „Crysis“ kann mittlerweile auf ein beachtliches Repertoire an Liedern zugreifen, drei Alben haben sie seit 2010 bereits veröffentlicht. Vom Ritchie, vielen besser bekannt als Schlagzeuger der Toten Hosen, und Sänger Dick York kennen sich allerdings schon seit 1981. Entsprechend neckten sich beide auf der Bühne auch mit Erinnerungen an die Anfangszeit, als Haare noch länger – oder vielmehr vorhanden – waren. Die Chemie innerhalb der Band springt auch direkt aufs Publikum über, das sich von Sänger Dick York begeistert dirigieren lässt, mal zum Mitsingen, mal zu lauterem Beifall. „Good energy you lovely people“, lobt er entsprechend.

Violinistin sorgt für Dynamik

Mit der Violinistin Laura Knapp bekommt der Auftritt nochmal eine ganz andere Dynamik, nicht zuletzt dank ihrer Interaktion mit Bassist Tommy Snide und Gitarrist Trip.

Nach einer Stunde wollten sich Cryssis mit „Argentina“, einem ihrer neueren Songs, vom Lörracher Publikum verabschieden, ließen sich aber rasch mit der einfach Bitte „one more“ gerne zu einer Zugabe überreden, und spielten bis Mitternacht weiter.

Zuvor hatte die Freiburger Band „Raw Sienna“ um Sänger Alexander Schorn mit englischsprachigen Rocksongs den Abend begonnen, mit eher härterer Rockart. Zur „kompletten Eskalation“, wie Schorn aufrief, kam es zwar nicht, wohl aber zum verdienten Applaus des Publikums.

Mehr Musikfans könnten kommen

Seit 50 Jahren gibt es den SAK Lörrach bereits, im Jahr 2004 wurde das Alte Wasserwerk, direkt neben dem Freibad gelegen, die neue Heimat der Kinder-, Jugend- und Jugendkulturarbeit. Konzerte unterschiedlichster Genres in Wohnzimmeratmosphäre ziehen dabei Musikfans aus dem ganzen Dreiländereck an. Allerdings spürt Sam Klink, beim SAK Altes Wasserwerk zuständig für das Kulturangebot, dass es schwerer wird, Musikfans zu den Konzerten zu locken. Woran das liegt? „Das müssen Sie die fragen, die nicht kommen“, lacht Klink. Die etwa 120 Gäste am Freitagabend, überwiegend 30 plus, sind für ihn daher eine „durchaus zufriedenstellende Zahl“. Die Band Cryssis zu buchen, war dabei gar nicht schwer, wie Klink erzählt, gute Kontakte zu Bookern aber auch Zufälle und passende freie Zeitfenster spielen beim Buchen immer eine Rolle.

Weitere Informationen: zum Programm und Angebot im Internet unter www.alteswasserwerk.de.

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