Lörrach/Pittsburgh. Mit drei Teilnehmern war das Schülerforschungszentrum Phaenovum kürzlich bei der 69. International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in den USA vertreten. Lennart Resch (17), Tim Kubetzko (18) und Ronja Spanke (18) waren Teil eines 18-köpfigen deutschen Teams. Die Schüler präsentierten ihre Projekte beim weltweit größten mathematisch-naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb in Pittsburgh, Pennsylvania, zusammen mit 1800 Jungforschern aus mehr als 75 Ländern.

Resch und Kubetzko erzielten mit ihrem Projekt „Galileis Leiteralptraum“ den zweiten Platz. Sie erhielten dafür ein Preisgeld in Höhe von 1 500 Dollar. Als zusätzliche Auszeichnung wird der Name der beiden Jungforscher für die Benennung eines Kleinplaneten im Universum vorgeschlagen.

In Deutschland werden Projekte, die am Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ erfolgreich waren, für den jährlich in einer amerikanischen Großstadt ausgetragenen Wettbewerb ausgewählt. Die Teilnehmer stellen dort ihr Projekt in einer der 22 naturwissenschaftlich-technischen Kategorien vor und werden von einer Fachjury aus Bildung und Industrie bewertet.

Resch und Kubetzko (18) vom Hans-Thoma-Gymnasium (Lörrach) präsentierten ihr Projekt „Galileis Leiteralptraum“, bei dem sie die Falleigenschaften von Strickleitern mit schrägen Sprossen untersuchten. Lässt man zwei solcher Stickleitern fallen, die erste auf den Boden, die zweite auf den Tisch, so ist das obere Ende der zweiten Leiter schneller. Lennart und Tim haben dieses scheinbar Galileis Fallgesetzen widersprechende Phänomen mit Hochgeschwindigkeitsaufnahmen experimentell untersucht, eine auf Drehmomenten beruhende Theorie entworfen und diese mit ihren Messungen verifiziert.

Mit ihren Erklärungen zu diesem Phänomen hatten sich die beiden Schüler im vergangenen Jahr für das Jugend-forscht-Bundesfinale qualifiziert. Ihr Betreuer war Hermann Klein, Fachbereichsleiter Physik/NanoSciences am Phaenovum.

Ronja Spanke aus Steinen, ebenfalls Hans-Thoma-Gymnasium, verglich in ihrem Projekt das Phänomen der wandernden Steine des Racetrack Playa im kalifornischen Death Valley, USA und in der Laguna Altillo Chica in Spanien. Sie konnte dabei nachweisen, dass die zwei verschiedenen, kontrovers diskutierten Bewegungsmechanismen an beiden Orten auftreten können. Ihre Betreuerin war ihre Mutter Renate Spanke, Lehrkraft im Fachbereich Biologie/Chemie/LifeSciences.