Lörrach Mit Tempo der Linie entlang

 Foto: Beatrice Ehrlich    

Lörrach - Bereits zum zweiten Mal ist der RoboRAVE Deutschland ausschließlich online über die Bühne gegangen, mit 35 gemeldeten Teilnehmern, von denen schließlich 20 ihre Projekte eingereicht hatten. Seit 2016 zeichnet das Phaenovum Lörrach verantwortlich für die Ausrichtung des Robotik-Wettbewerbs.

Zusammen mit seinem Team aus Schülerassistenten hat Phaenovum-Fachbereichsleiter Lars Möllendorf den digitalen Roboterwettbewerb auf der Basis der offenen Plattform „Open Roberta Lab“ des Fraunhofer Instituts IAIS entwickelt. Drei Challenges waren in drei frei wählbaren Schwierigkeitsgraden, denen bestimmte Altergruppen zugeordnet sind, zu bewältigen: Beim Line-Following muss der virtuelle Roboter eine schwarze Linie abfahren, an ihrem Ende umdrehen und wieder zurückfahren, all dies in höchstens drei Minuten.

In den schwierigeren Varianten sind darüberhinaus noch eine beziehungsweise zwei Kreuzungen zu überqueren. Ein Labyrinth, das in der zweiten Challenge durchfahren werden muss, beinhaltet mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad Sackgassen, die Rainbow-Challenge, bei der verschiedenfarbige Pfade in einer bestimmten Reihenfolge abzufahren sind, gewinnt zusätzliche Schwierigkeit, indem die Reihenfolge der Farben wechselt.

Am Samstag und am Sonntag wurden im Live-Stream, übertragen aus der alten HTG-Halle, direkt neben dem Phaenovum, alle eingereichten Lösungen vorgeführt und kommentiert. Durch Parallelschaltung konnte man die verschiedenen Geschwindigkeiten und Lösungswege erkennen, die sich natürlich auf die Preischancen auswirkten. Ziel war, den zu befahrenden Weg per Sensor zu erkunden und dann schnellstmöglich zurückzulegen.

„Schön, dass der RoboRAVE auch unter diesen erschwerten Bedingungen stattfinden konnte“, bedankt sich Oberbürgermeister Jörg Lutz bei den Organisatoren. Gern erinnert er sich aber auch an die Jahre, als die Teilnehmer mit heißen Köpfen ihre selbstgebauten Roboter in der Tumringer Halle vorführten. Er hofft, dass der RoboRAVE bald wieder analog stattfinden kann.

Währenddessen wird im Hintergrund vor einem Greenscreen die Live-Bewertung der Teilnehmerbeiträge von Christina Neu aufgezeichnet, die beiden Schülerassistenten Fabian Girod und Timon vom Stein sorgen an zwei Computern dafür, dass daraus dann ein sendbares Bild wird, auf dem jeweils die aktuell kommentierten Beiträge nachzuverfolgen sind. Aktiv beteiligt waren auch die Schülerassistenten Timo Schirmeier, Maximilian Hünenberger, Fabio Lais, Aaron Henning, Timo König und Yael Arn. Richtig begeistert ist auch Sami Busch, mit seinem Unternehmen Busch Vacuum Solutions Hauptsponsor des Wettbewerbs: Am Beispiel seines eigenen Sohns, der zusammen mit einem vierköpfigen Team am Wettbewerb teilnahm, wurde er Zeuge der Faszination, die Robotik bei Kindern verschiedener Alterstufen wecken kann. Die Teilnehmer kamen in diesem Jahr vorwiegend aus Baden-Württemberg.

Die Gewinner: In der Altersgruppe 14 bis 20 Jahre siegten Yannick Steudten und Marek Schätzle in allen drei Challenges, in der Altersgruppe 10 bis 13 setzte sich Aron Schöner in den Challenges Line Following und Rainbow durch, beim Labyrinth hatten aber „Die Roboter“ mit Kenan Busch, Philipp Wirth, Paul Duong und Fernando Menendez die Nase vorn. In der Altersgruppe unter zehn hieß der Dreifach-Sieger Jasper Gröne.

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