Lörrach Mord an Bord zieht

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„Ein tolles Ensemble“ lobt Regisseur Simon Rösch Foto: Jürgen Scharf

Ein Mord an Bord – das zieht. Und so erfreuen sich die Burgfestspiele Rötteln nach coronabedingter Zwangspause mit ihrem Sommerstück „Tod auf dem Nil“ eines großen Besucherinteresses. Samstagabend nun ist die letzte Aufführung – ausverkauft. Zeit für eine Bilanz.

Lörrach (hau). An den meisten Wochenenden hieß es auf der Burg: ausverkauft. Und so dürften mit diesem Wochenende insgesamt bis an die 6000 Zuschauer den Krimiklassiker genossen haben. Die beste Besucherzahl, seit vor 19 Jahren „Der Besuch der Alten Dame“ aufgeführt wurde.

An die 6000 Zuschauer auf Burg Rötteln

Für Begeisterung sorgt schon das Setting mit einer detailgetreuen Schiffskulisse mit Reling, Decks, hölzernen Schiffsplanken, Treppenaufgängen, beleuchteten Kabinenfenstern und dem luxuriösen Interieur. Das alles in Kombination mit der unvergleichlichen Burg-Atmosphäre.

Mit dem Klassiker „Tod auf dem Nil“ wird Spannung groß geschrieben, und der Bekanntheitsgrad ist groß, auch aufgrund von Verfilmungen. Eigentlich ist das Stück ja ein Fall für den Meisterdetektiv Hercule Poirot. Der fehlt aber an Bord, denn Regisseur Simon Rösch, der bei den Burgfestspielen bereits zum dritten Mal Regie führt, hat sich für die Originalversion der Theateradaption von Agatha Christie entschieden – ohne Poirot.

Das Ensemble habe sich nach zwei Jahren Corona-Pause sehr gut zusammengefunden und die Spielfreude sei mit jeder Vorführung weiter gestiegen, erklärt Rösch auf Nachfrage. „Gerade das Pingpong-Spiel der Dialoge hat sich immer lebendiger ausgeformt.“ Er freut sich zudem, dass viele junge Zuschauer auf die Burg kamen. „Die Menschen haben nach der schwierigen Corona-Zeit wieder Lust auf Theater – gerade open-air. Die Mund-zu-Mund-Propaganda habe dann wohl ein übriges getan. Manche Ältere indes seien vielleicht noch ängstlich, vermutet er.

Wetterglück und viel junges Publikum

Natürlich habe auch das Wetterglück eine Rolle gespielt. Dies allein sei aber noch nie eine Garantie für gute Besucherzahlen gewesen, weiß Rösch aus Erfahrung.

Stolz ist er, wie gut das Schauspielteam Probleme wuppte. Durch einige Corona-Fälle war Improvisationstalent gefragt. So sprang er selbst als Ersatz ein, ebenso wie die Souffleuse Katharina Gimmi. „Die hat das großartig gemacht.“

„Wir haben tolle, auch junge neue Leute im Team, ein Ensemble, bei dem stets sehr gute Stimmung herrscht“, erklärt der Regisseur. Und freut sich schon auf den nächsten Burg-Sommer, wieder unter seiner Regie und mit einem großteils identischen Ensemble. Der Name des Stücks wird noch nicht verraten. Es bleibt also spannend – nicht nur beim Mord auf dem Nildampfer.  Die letzte Aufführung am Samstag, 6. August, 20.15 Uhr, ist ausverkauft.

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