Lörrach Nachhaltig muss nicht langweilig sein

Von Anna Riva Lörrach. Der moderne Stadtmensch soll zu seiner eigenen Errettung zurück zur Natur. Das ist nicht nur eine antike Philosophentheorie, sondern auch der Kerngedanke des Kinderferienprogramms des Sozialen Arbeitskreises (SAK). Nach dem Motto „Urban Gardening mit paradiesischen Pflanzen“ widmet sich das Projekt der nachhaltigen Bewirtschaftung von Grünflächen – und damit einer umweltbewussten Haltung, die heute oft zu kurz kommt.„Was brauchen Pflanzen zum Wachsen? Das wissen die Kinder heutzutage nicht mehr.“ Diese fast sozialkritische Aussage stammt von Sinad Painda, Mitarbeiterin des SAK-Kinderbüros. „Wir wollen mit diesem Projekt die natürliche Welt wieder zu uns holen.“ Die Kinder, die am Ferienprogramm teilnehmen, lassen es sich nicht zweimal sagen – was gibt es Schöneres als den ganzen Tag draußen zu sein, mit eigener Hand Blumen und Kräuter zu pflanzen und sich die Klamotten mit Erde schmutzig zu machen, ohne Ärger von den Eltern zu bekommen?

Beim „Urban Gardening mit paradiesischen Pflanzen“ lernen die Kinder auf spielerische und fantasievolle Weise die Grundlagen der Nachhaltigkeit und die Kunst des Recyclings auf dem Gelände des SAK. Jeder kleine Gärtner kümmert sich um seine eigene Pflanze – und wird deren Pate: Auf bunten Tetra-Paks, die zu improvisierten Blumentöpfen geworden sind, sind die Namen ihrer stolzen „Väter“ zu lesen. Durch solche Patenschaften wird das Verantwortungsgefühl der Kinder gestärkt.

„Das Projekt dauert drei Tage. Heute bleiben wir hier und machen uns mit Pflanzen und Blumen vertraut. Morgen geht es ab ins Dreiländermuseum, mit dem wir kooperieren. Dort lernen die Kinder bei verschiedenen Workshops weitere Geheimnisse über die Naturwelt und können Parfüms herstellen“, erklärt Sinad Painda. „Am Freitag ernten wir die schmackhafte Frucht dieser Tage: Wir kochen mit den gepflanzten Kräutern.“

Und wie kommt die innovative Idee bei den Kindern an? „Ich habe viel über Pflanzen gelernt“, sagt die neunjährige Hannah. „Es ist toll, einen Tetra-Pak als Blumentopf zu benutzen“, fügt Jamila, zehn Jahre alt, hinzu.

Nicht nur die Kinder sind vom Projekt begeistert: Auch die Eltern schätzen die Handarbeit im Freien. „Eine Mutter kannte das Urban Gardening nicht und hat sich darüber informiert“, berichtet Painda. Die Liebe zur Natur ist und wird immer Großen und Kleinen gemein sein.

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