Lörrach Nathalie und Habanera

Gastspiel: Christine Schmid und Gaetano Siino begeisterten im Bühneli. Foto: Gottfried Driesch Foto: Die Oberbadische

Christine Schmid hat schon mehrere Chansonabende im Bühneli gegeben. Am Freitag brachte sie als Partner den Gitarristen Gaetano Siino mit – eine gute Entscheidung.

Von Gottfried Driesch

Lörrach. „Chanson goes Gypsy“ hieß das Programm. Das sollte man nicht ganz so wörtlich nehmen. Denn es erklangen überwiegend sehr bekannte Melodien aus der ganzen Welt. Begrüßt wurde das Publikum im nicht voll besetzten plüschigen Theatersaal zünftig mit „Buona Sera“.

Christine Schmid überzeugte dabei am Knopfakkordeon. Atemberaubend huschten ihre Finger über die Vielzahl der Knöpfe des Instruments. Schmids Stimme begeisterte in vielfältigen Facetten. Sie hat eine klassische Gesangsausbildung als Mezzosopranistin am Konservatorium in Basel genossen.

Fortwährend wechselte sie in ihrem Programm zwischen der tief gestützten Gesangsstimme zum einfachen Gesang einer Chansonette. Damit konnte sie viele unterschiedliche Farben verwirklichen. Auch wechselte sie innerhalb der Lieder die Sprache –­ von Französisch zu Deutsch oder auch mal Russisch. Mit voller Bruststimme erklang so „Kalinka“, wobei Gaetano Siino auf der Gitarre gekonnt die Balalaikaklänge imitierte.

Einem argentinischen Tango folgte eine Eigenkomposition über eine Internetbekanntschaft. Die Stadt der Liebe, Paris, wurde mit dem gefühlvollen Lied „Ganz Paris träumt von der Liebe“ von Cole Porter besungen. Nahtlos ging es in die „Habanera“ aus der Oper Carmen von Georges Bizet über.

Nach jeder Musiknummer brach tosender Applaus mit vereinzelten Bravo-Rufen aus. Und auch eines der berühmtesten französischen Chansons, Edith Piafs Welthit „Non, je ne regrette rien“, berührte gefühlvoll gesungen die Herzen der Zuhörer.

Gaetano Siino verschaffte der Sängerin zwischendurch mit dem solistischen „Mambo Italiano“ eine Verschnaufpause.

Eine Eigenkompositionen ließ den Hang zu „allem, was verboten ist“ erkennen. Hinreißend schmetterte Schmid „Nathalie“ von Gilbert Bécaud.

Mit „O sole mio“ und einer weiteren Eigenkomposition wurde das Konzertfinale eingeläutet. Der fetzig gespielte Csardas von Vittorio Monti war ein weiteres Instrumentalstück. Es ist im Original das Bravourstück für jeden Violinisten.

Als Zugaben folgten schließlich „La Boheme“, das durch den kürzlich verstorbenen Charles Aznavour bekannt wurde, und das unverwüstliche „Granada“.

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