Lörrach Netzwerk startet Museumsprojekt

Logo des Netzwerks Museen am Oberrhein für das Projekt 2014. Foto: Die Oberbadische

Lörrach.Wie wurde der Erste Weltkrieg am Oberrhein erlebt? Deutsche, französische und schweizerische Museen präsentieren dazu im Jahr 2014, hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, 25 Ausstellungen am Oberrhein. Es handelt sich um das bislang größte grenzüberschreitende Museumsprojekt am Oberrhein.

Vor eineinhalb Jahren wurde im Rahmen des Interreg-Projektes „Dreiländermuseum“ ein trinationales Netzwerk oberrheinischer Museen gegründet – ein in Europa einzigartiger grenzüberschreitend tätiger Museumsverbund. Ihm gehören viele bedeutende Geschichtsmuseen in Baden, dem Elsass, der Pfalz und Nordwestschweiz an. Zu letzten entscheidenden Weichenstellungen für das Großprojekt 2014 kamen die Partnermuseen jetzt zu einer Tageskonferenz am 23. September im Dreiländermuseum Lörrach zusammen, das die Zusammenarbeit der Museen koordiniert. „Jetzt können wir uns sicher sein, dass wir 2014 mit einer großen Ausstellungsreihe auch tatsächlich an die Öffentlichkeit gehen können“, erklärte Markus Moehring, Leiter des Dreiländermuseums und Initiator des Netzwerkes.

Der große Mehrwert der Ausstellungsreihe besteht darin, dass der Erste Weltkrieg am Oberrhein aus verschiedenen nationalen, thematischen und regionalen Perspektiven beleuchtet wird. Bis heute werden die Jahre 1914 bis 1918 in den drei Ländern nämlich sehr unterschiedlich wahrgenommen. So gilt in der französischen Öffentlichkeit der Große Krieg, wie er im Französischen auch genannt wird, als das wichtigste Ereignis des 20. Jahrhunderts, während in Deutschland und der Schweiz im öffentlichen Bewusstsein die Zeit des Nationalsozialismus deutlich präsenter ist. Das Projekt stellt daher auch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung dar.

Über die Themen der für 2014 geplanten Ausstellungen informiert ab sofort eine eigens hierfür eingerichtete Homepage des Netzwerks. Sie ist in deutscher und französischer Sprache abrufbar und lenkt den Blick auch über das Jahr 2014 hinaus. Denn das Netzwerk Museen will sich künftig etwa alle vier Jahre zusammentun, um epochale Ereignisse aus drei verschiedenen nationalen Perspektiven zu beleuchten. (www.netzwerk-museen.eu) u  www.netzwerk-museen.eu

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