Lörrach Neues Modell überzeugt

Die Oberbadische, 16.05.2018 20:23 Uhr

Der Gemeinderat wird sich am Donnerstag mit der Schulkindbetreuung befassen. In Stellungnahmen äußern sich Fraktionen zum Thema.

Lörrach. Nach der Auffassung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Günter Schlecht werde man nun der Vorlage zur Grundschulbetreuung und der Anpassung des Lörracher Modells guten Gewissens zustimmen können.

SPD

Auf die zuvor im Rat geäußerte Kritik sei die Stadt bei den aktuellen Anpassungen eingegangen. Für Christa Rufer sind die verlässlichen Betreuungsangebote und die Bezahlbarkeit der Grundschulbetreuung mit einem qualifizierten und pädagogischen Angebot für die Familien sehr wichtig.

Dass es keine Mindestgruppengröße mehr geben muss, stärke die Betreuungsgarantie. Der zentrale Gedanke des Modells ist die Flexibilität mit der stundenweisen Buchung, ebenso die Einkommenssituation der Familien und die Geschwistersituation bei der Beitragsgestaltung. Die vorgeschlagenen positiven Veränderungen und Verbesserungen seien mit einem Defizit und finanziellen Mehraufwand für die Stadt von bis zu 23 000 Euro pro Jahr verkraftbar, so Schlecht.

Grüne

Auch die Grünen-Fraktion begrüßt die neue Vorlage der Stadt. „Es wird ein Gesamtkonzept vorbereitet, das auch einen Vorschlag zur Einbeziehung der Betreffenden – Familien, Lehrer, Erzieher, Schule, Träger der Betreuung – Rechnung trage, so Brigitte Martin. „Verdienstvoll“ sei das Vorhaben, „gerechten Zugang zur Schulkindbetreuung durch Einkommens-Staffelung und - Ermäßigungs-Regelungen zu gewährleisten .

Freie Wähler

Die Freien Wähler begrüßen das neue Modell der Schulkindbetreuung an Grundschulen, das die Stadt im Schuljahr 2018/19 einführen will. Nach Meinung der Fraktion bietet es den Eltern eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder und ist auch von der Gebührenstaffelung her gerecht. Die Freien Wähler loben außerdem, dass die Stadt die Kinder durch Fachpersonal betreuen lässt und durch Fortbildungen des Personals für eine gleichbleibende Qualität sorgen will, so Uwe Claassen.

Das neue Modell, das ab Herbst gelten soll, begrüßen die Freien Wähler als verlässlich und gerecht. Thomas Vogel lobte, dass es nun verlässliche Betreuungszeiten geben soll, unabhängig von der Kinderzahl. An Halbtagsschulen soll die Betreuung von 7 bis 13 Uhr garantiert sein, an Ganztagsschulen – etwa in Tumringen – von 7 bis 17 Uhr.

Matthias Lindemer und Hans-Peter-Pichlhöfer lobten außerdem, dass die Gebühren ab Herbst noch stärker nach Einkommen gestaffelt werden als bisher. Sie werden nach fünf und nicht mehr nach drei Einkommensgruppen gestaffelt und betragen zwischen vier und 16 Euro pro Stunde. Auch für kinderreiche Familien gibt es Entlastungen. Hans-Peter Pichlhöfer merkt an: Auf seinen Vorschlag hin wolle die Stadt kinderreiche Familien mit einem Merkblatt informieren, wo sie darüber hinaus Zuschüsse erhalten können.