Lörrach Neues Narrenschiff in Sicht

Jörg Roßkopf bei seinem Jahresbericht Foto: Gottfried Driesch Foto: Die Oberbadische

Es ging ans „Eingemachte“: Während der Jahreshauptversammlung der Narrengilde Lörrach in Räumen der Lebenshilfe stellte Obergildemeister Jörg Roßkopf existenzielle Fragen zur Entwicklung der Narrenbewegung in unserer Stadt.

Von Gottfried Driesch

Lörrach. Der Verband Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) hatte mehrere Forderungen für die Durchführung von Fasnachtsveranstaltungen aufgestellt. Danach sollten etwa Veranstaltungen nur noch in geschützten, abgegrenzten Räumen stattfinden. In diesem Zusamenhang wurden als Ursache dieser Maßnahme etwa die Zahl alkoholisierter Jugendlicher genannt. Veranstaltungen sollten zudem stets Groß-Veranstaltungen sein und nicht mehr in sozialen Medien beworben werden. Roßkopf möchte diesen Weg nicht mitgehen: „Ist es das, was wir wollen?“ fragte der Obergildenmeister. Er sprach sich dafür aus, dass von der Fasnacht niemand ausgeschlossen werden dürfe. Sie müsse leben und sich entwickeln, auch Traditionen seien Wandel unterworfen. Sein Motto: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“.

Rückblick

„Es war eine tolle Fasnacht – es hat alles gestimmt“, freute sich der Obergildemeister. Ein schwerer Schlag sei kürzlich der Brandschaden in Brombach gewesen, bei dem das Narrenschiff verloren ging (wir berichteten). Roßkopf ging von Brandstiftung aus. Inzwischen habe man die Fühler ausgestreckt. In Calw hat man einen Ersatz für das Narrenschiff gefunden. Ein Neubau käme aus finanziellen Grünen nicht in Betracht. Spontan seien viele Spenden für das Narrenschiff eingegangen. Allen Spendern dankte Roßkopf herzlich. Inzwischen stelle sich auch die Raumfrage, wo man das neue Narrenschiff unterstellen könne.

Neuaufnahmen

Die „Lörracher Querfäger“ und die „Rhy Wächter Dämonen“ wurden mit gut 80 Prozent Ja-Stimmen als Vollmitglieder in die Narrengilde aufgenommen.

Wahlen

Die Vorstandswahlen sind erst im kommenden Jahr fällig. Aus dem Gildevorstand legten Nadine Probst und Michael Fuchs ihre Ämter nieder. Auf eine Nachwahl wurde verzichtet. Die Beiräte Anita Rütschle, Monika Grimmer, Kurt Kammerer und Richard Schwarz wurden der Versammlung vorgestellt.

Finanzen

Der Kassenbericht von Christian Müller war zufriedenstellend. Trotzdem gab Roßkopf vor, künftig an die 50 000 Euro mehr einzunehmen. Nur so könne die Fasnacht langfristig sicher finanziert werden. Die kommenden Aufgaben bräuchten eine sichere Finanzgrundlage. Der Mitgliedsbeitrag und die Plakettenpreise sollen trotzdem zunächst unverändert bleiben.

Ausblick

„Hemliglunggi in Lörrach – wie weiter?“, lautete ebenfalls eine Frage, die Rßskopf an die Versammlung stellte. Er stellte dazu zwei Modelle vor. In einem Zelt auf dem Hebel-Schulhof oder im Burghof. In einer groben Schätzung zeigte der Obergildemeister, dass die Variante Burghof die sei, die sich selber tragen würde.

Nach längerer Diskussion sprach sich die Mehrheit der Stimmberechtigten dafür aus, 2020 die Feier zum Hemliglunggi im Burghof durchzuführen.

Narrengilde Lörrach, Postfach 2035, E-Mail, info@narrengilde-loerrach.de Obergildemeister: Jörg Roßkopf. Zum Jahresbeginn gehörten 42 Cliquen und Musiken mit insgesamt 2107 Mitgliedern zur Narrengilde. www.narrengilde-loerrach.de

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