Von Guido Neidinger Lörrach. Durch den Verzicht auf den zweiten Turm wird das neue Lörracher Hotel weniger massiv. Außerdem bleibt Platz für einen kleinen Park. Lediglich einige kleinere Überschreitungen der vorgegebenen Höhen müssen noch geklärt werden. Nachdem eine Teil-Baugenehmigung vorlag, wurde kürzlich mit den Tiefbaumaßnahmen für das neue 4-Sterne-Hotel östlich des Hauptbahnhofs begonnen (wir berichteten). Wegen einiger Überschreitungen der vorgegebenen Höhen landete das Projekt am Donnerstagabend noch einmal im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT). Architekt Peter Külby war anwesend und beantwortete offene Fragen. Das Boardinghouse      wird höher Grundsätzlich freuen sich die Stadträte nach eigenem Bekunden auf das neue Hotel, das den Namen „Hotel Stadt Lörrach“ tragen wird. Trotzdem gab es Kritik. So äußerte Christiane Cyperrek (SPD) Bedenken, weil ein Teil des viergeschossigen Boarding-House entlang der Bergstraße höher als geplant wird. Nach den Worten von Stadtplanungschef Walther Schwenzer wurde die Höhe an die bestehenden Gebäude an der Bergstraße angepasst. Trotzdem sind laut Schwenzer Anwohnereinsprüche bei der Stadt eingegangen, die noch geklärt werden müssen. Für den Fall, dass die Ansprüche, gegebenenfalls auch nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung, aufrecht erhalten werden, wird die Stadt vom Bauherrn eine Verzichtserklärung fordern, damit auf die Kommune keine Schadenersatzansprüche zukommen. Die Stadt selbst hat keine Bedenken gegen die Erhöhung. Wichtig ist laut Schwenzer, dass der Hotelturm eine maximale Höhe von 60 Metern hat. Ansonsten dürfe das oberste Geschoss nicht genutzt werden. Auf Nachfrage von Ulrich Heuer (CDU) erklärte Schwenzer, dass für Gebäude bis maximal 60 Meter Höhe baurechtlich nur ein Flucht-Treppenhaus erforderlich sei. Danach seien zwei dieser Fluchtwege vorgeschrieben. Eine viel zu geringe Zahl von ausgewiesenen Pkw-Stellplätzen bemängelte Hanspeter Pichlhöfer (Freie Wähler). Dem widersprach Architekt Peter Külby. Der Bauherr baut nach seinen Worten 50 Prozent mehr Stellplätze als nach der Landesbauordnung gefordert werden. „Wenn alle Bauprojekte in Lörrach so viele Stellplätze vorhalten würden, hätten wir eine bessere Situation in der Stadt“, betonte Külby. Im Untergeschoss des Hotels entstehen 91 Pkw-Stellplätze, davon drei für behinderte Menschen. Außerdem kritisierte Pichelhöfer, es seien zu wenig Parkmöglichkeiten für Busse am Hotel geplant. Auch dem wurde widersprochen. Laut Walther Schwenzer wird es an der Hunnenstraße zwei Möglichkeiten für Busse zum Be- und Entladen geben. Danach würden die Busse reguläre Parkplätze anfahren, von denen es zum Beispiel zwei an der Belchenstraße in unmittelbarer Nähe des Hotels gebe. Außerdem gebe es heutzutage Möglichkeiten, Busse, sobald sie benötigt würden, anzufordern. Die Fahrzeuge müssten also nicht unbedingt ständig in der Nähe des Hotels stehen. Peter Külby ergänzte, dass der künftige Hotelpächter bereits 30 Hotels unter seiner Regie habe und über einen großen Erfahrungsschatz verfüge. Parkähnliche Außenanlagen geplant Als „beispielhaft“ bezeichnete Külby die Außenanlagen, die am Hotel entstehen. Durch den Verzicht auf den zweiten Hotelturm werde das Grundstück nicht komplett, sondern nur etwa zur Hälfte bebaut. Dadurch entstehe Freiraum für einer parkähnlichen Grünanlage. Für deren Planung arbeiten die Architekten nach Külbys Worten mit den weltweit besten Grünplanern zusammen. Bereits von früheren Projekten kenne er deren qualitativ hochwertige Entwürfe. „Wir sind stolz auf diese Kooperation“, erklärte Külby.