Lörrach OB: Tatkraft und Zuversicht

Marco Fraune
Margarete Kurfeß verpflichtete Oberbürgermeister Jörg Lutz Foto: Alexander Fessler

Oberbürgermeister Jörg Lutz stellt die nächsten Jahre seiner zweiten Amtszeit unter das Motto „Mit Tatkraft und Zuversicht durch stürmische Zeiten“. Das Stadtoberhaupt ist am Donnerstagabend im Gemeinderat nach seiner Wiederwahl verpflichtet worden. In seiner Rede skizzierte Lutz, welche Aufgaben zu meistern sind.

Von Marco Fraune

Lörrach. Der OB machte deutlich, dass er Lust habe, Gas zu geben für die nächsten acht Jahre. „Und wir stehen vor großen Herausforderungen“, machte er klar. Als Stichworte nannte Lutz unter anderem Corona, Ukraine und Energiekrise. „Mehr Krise war schon lange nicht mehr. Viele Krisen kommen zusammen.“ Man befinde sich mitten in stürmischen Zeiten. Doch Verwaltung und Politik würden beherzte Schritte unternehmen.

Rathaus-Lösung gesucht

Die Stadt setzt laut OB bei der Energieversorgung auf Einsparungen, doch gleichzeitig werde das Nahwärmenetz ausgebaut und die verstärkte Nutzung von Holzhackschnitzeln. Langfristig hofft er auf die oberflächennahe Geothermie. Das Thema Wohnraum beschäftige auch in der Zukunft, wobei nicht nur Geflüchtete sondern alle Menschen im Blick seien. „Es kann keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben.“ Als weitere Punkte nannte Lutz in seiner Rede angesichts des Klimawandels den Umbau der Mobilität, den Einsatz regenerativer Energien und die Anpassung der Stadt unter klimatischen Gesichtspunkten. Aufgaben wie die Sanierung und Erweiterung von Schulen und Kitas würden bleiben.

„Neu kommt die Suche nach der besten Lösung, wie es mit dem Rathaus weiterghet hinzu.“ Dies sei nicht leicht oder populär, aber wichtig. Es gehe hier darum, Daseinsvorsorge zu produzieren, beispielsweise Baugenehmigungen für neuen Wohnraum zu ermöglichen. „Dazu brauchen wir motivierte Mitarbeitende, die ordentlich untergebracht sind.“

Gleichzeitig stimmt der OB die Bürger darauf ein, wieder in die Hände zu spucken und anzupacken. „Wir werden uns wieder anstrengen müssen.“ Doch auch hier verbreitete das Stadtoberhaupt Optimismus. In einigen Jahren werde man sagen: „Leicht war es nicht, aber wir haben getan, was erforderlich war und stehen heute gestärkt dar.“ Daher gelte es nun, dass alle die Ärmel hochkrempeln.

Für soziale Gerechtigkeit

Grünen-Fraktionsvorsitzende Margarete Kurfeß hatte vor der Rede den OB für die zweite Amtszeit verpflichtet. In diesem Rahmen lobte die Stadträtin seine schnelle Auffassungsgabe. „Soziale Gerechtigkeit war ihm wichtig“, resümierte Kurfeß die ersten acht Jahre seiner Amtszeit.

So sei der Seniorenbeirat im städtischen Gefüge verankert worden, auch das Thema Kinderbetreuung sei ein begleitendes Thema gewesen. Projekte wie das zentrale Kreisklinikum, das Lauffenmühle-Areal oder auch das Ein-Euro-Ticket nannte die Rednerin ebenso. Mehrere Haushaltskonsolidierungen hätten angestanden, was aber auch wohl in der zweiten Amtszeit der Fall sein werde. Auch insgesamt stehe in den nächsten acht Jahren viel an. Doch darauf habe der OB „richtig Bock“, zitierte Kurfeß den neuen und alten Oberbürgermeister.

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