Lörrach Ohne Poller läuft’s nicht rund

Solche Poller sollen an weiteren Standorten in der Innenstadt aufgestellt werden. Foto: Kristoff Meller

Lörrach - Ohne Poller geht es offenbar nicht: „Die Erfahrungen aus der Grabenstraße haben gezeigt, dass die Erweiterung einer Fußgängerzone ohne Sperrung durch Polleranlagen, nicht funktioniert“, schreibt Patricia Janz, stellvertretende Fachbereichsleiterin Straßen/Verkehr/Sicherheit, in der Vorlage für den Ausschuss für Umwelt und Technik. Dieser wird den Beschlussvorschlag am Donnerstagabend zunächst beraten, bevor der Gemeinderat am 1. Oktober darüber entscheidet.

Wie berichtet, hat der Gemeinderat mehrheitlich die Erweiterung der Fußgängerzone (Grabenstraße einschließlich Senser Platz und nördliche Basler Straße) beschlossen: „Um die Zufahrt unberechtigter Fahrzeuge zu verhindern, sollen beide Bereiche durch Polleranlagen gesichert werden“, so Janz. Dies hätten auch die Fraktionen der Grünen und der SPD in Anträgen gefordert. Daneben sieht die Verwaltungsvorlage am Standort „Basler Straße – Aicheleknoten“ sowie „ Tumringer Straße – Senigallia Platz“ die Installation weiterer Poller vor.

Die Erweiterung sei allerdings mit einer Änderung der Software und dem Austausch der Steuerungssäulen verbunden. Würde die Software nicht angepasst, hätte dies den Nachteil, dass Nutzer mit zwei unterschiedlichen Programmen und Scannern arbeiten müssten: So würden etwa sämtliche Blaulichtorganisationen und Linienbusse mit zwei Fernbedienungen ausgestattet werden. „Mit Umstellung der Software auf einen neuen Hersteller können alle Polleranlagen über ein Programm und eine Fernbedienung gesteuert werden. Auch können mit der Software bis zu 20 Polleranlagen abgedeckt werden“, so Janz.

Dies dürfte nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Bedeutung sein, dass perspektivisch auch für die Umsetzung der Planungen in der „Turmstraße – Palmstraße“ weiter Poller notwendig sein dürften.

Im Haushalt 2020 stehen 80 000 Euro für die Maßnahme zur Verfügung. Für die überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 162 000 Euro sind Deckungsmittel im Budget des Fachbereichs vorhanden.

Mit Unterhalt und Wartung der Poller wird der Werkhof beauftragt. Hier entstehen weitere Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro, die intern verrechnet werden könnten, erläutert Janz. „Durch die Umstellung auf ein neues System erhoffen wir uns, dass die bisherige Fehleranfälligkeit der Poller reduziert und der Aufwand für den Werkhof damit zurück geht.“

Die neuen Polleranlagen sollen im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen.

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