Lörrach „Optimale  Übergangslösung“

Miriam Walther (l.) und die Kindergartenkinder dankten den städtischen Mitarbeitern Petra Franke und Sven Schreiber (Bildmitte) sowie dem Lehrerkollegium um Karin Henninger (r.) für die Unterstützung. Foto: Markus Greiß Foto: Die Oberbadische

Von Markus Greiß

Lörrach. Als im November 2017 alarmierend hohe Werte des radioaktiven Edelgases Radon im Waldorf-Kindergarten im Grütt bekannt geworden waren, musste alles schnell gehen. Bereits Mitte Februar zog der Kindergarten in seine temporäre Bleibe in der Neumattschule um. Am Samstag wurde das alljährliche Kiga-Frühjahrsfest genutzt, um den neuen Standort mit Musik, Spiel und einem Buffet feierlich einzuweihen.

Bei ihrer Begrüßungsrede dankte Kindergartenleiterin Miriam Walther den Mitarbeitern der Stadt Lörrach für die schnelle Hilfe und den Lehrern und Schülern der Neumattschule für die Aufnahme in ihrem Gebäude.

Um Platz für den Kindergarten zu schaffen, zog unter anderem die Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder in ein anderes Neumatt-Gebäude um – durch das Auslaufen der Werkrealschule waren dort Räume freigeworden. Geplant ist, dass der Kindergarten bis Sommer 2020 bleibt und dann in den geplanten Neubau am alten Grütt-Standort wechselt.

Durch Maßnahmen wie die Verlegung von Entlüftungsleitungen soll sichergestellt werden, dass dann kein Radon mehr aus dem Erdreich in die Kindergartenräume dringt, erklärte Petra Franke vom städtischen Fachbereich Gebäudemanagement. Im Gespräch erinnerte sie sich an die heiße Phase des Umbaus und Umzugs. Innerhalb kurzer Zeit mussten Wände gezogen, Böden verlegt und der Außenbereich umgestaltet werden. 80 000 Euro hat die Stadt dafür in die Hand genommen. „Alle zogen an einem Strang“, lobte Franke die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten, der Schule und externen Helfern – etwa vom SAK, der stark involviert war.

Und wie klappt das Miteinander zwischen Kindergarten und Neumattschule? Man nehme aufeinander Rücksicht, sagte die Schulleiterin der Neumattschule, Karin Henninger. Als etwa kürzlich die Mathe-Abschlussprüfungen geschrieben wurden, verzichtete der Kindergarten auf die Nutzung des Gartens. Umgekehrt werde dem Kindergarten von Lehrern und Schülern täglich „viel Sympathie entgegengebracht“, so Walther, die sich über die „optimale Übergangslösung“ freut.

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