Lörrach Ortsverein wird jünger und größer

Der Vorstand (v.l.): Michael Pilgermeier , Armin Geilenkirchen, Elke Hach Jonas Hoffmann und Jutta Klaudat. Foto: Willi Vogl

Lörrach - 22 Mitglieder und Gäste, darunter Gastreferent Rainer Stickelberger, waren zur Jahreshauptversammlung der SPD mit Kandidatenvorstellung für die Landtagswahl im Lörracher Dreiländermuseum erschienen.

Dies bot Gelegenheit, zurück und nach vorne zu blicken.

Rückblick

Die gezielte Wählerwerbung nach Wohnquartieren habe sich laut Ko-Vorsitzendem Michael Pilgermeier bei der vergangenen Gemeinderats- und Kreisratswahl bewährt. 50 000 Flyer wurden erstmals ausschließlich durch eigenes Personal an Bürger verteilt, zudem war man mit vier Informationsständen kommunikativ in der Fußgängerzone vertreten. Wenngleich die Genossen bei der Gemeinderatswahl einen Sitz eingebüßt haben, stünden sie im Landesvergleich noch gut da.

Die Vergabe von städtischen Grundstücken nach Kriterien auch außerhalb rein finanzieller Kriterien“ basiert auf einem SPD-Antrag. Auch bei der Realisierung des Ein-Euro-Tickets, das laut Stadtwerken bei den Bürgern gut ankäme, habe man gute Vorarbeiten geleistet.

„Es ist 2020 fast nichts mehr so, wie es zuvor war“, stellte Ko-Vorsitzende Elke Hach fest. Dennoch plane man elf Vorstandssitzungen. Bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen könne man sich von 2010 bis 2019 über einen Anstieg von 89 auf 98 freuen. Charakteristisch für die SPD sei dabei die Geschlechterverteilung mit einem Drittel weiblicher und zwei Drittel männlicher Mitglieder. Sowohl bei den Mitgliedern als auch im Vorstand habe zudem eine Verjüngung stattgefunden. Diesen Prozess wolle man aktiv weiterverfolgen.

Finanzen

„Wir sind ein wachsender und sich verjüngender Ortsverein“, stellt Kassierer Jonas Hoffmann in seinem Rechenschaftsbericht fest. Auch dank der zuverlässig gezahlten Mitgliedsbeiträge konnte er einen ausgeglichen Haushalt präsentieren. Mit einer vorausschauenden Budgetierung sei man für die anstehenden Ausgaben gut aufgestellt.

Wahlen

Die Vorstandswahl mit einer Quotenvorgabe von 40 Prozent weiblicher Bewerberinnen verlief einhellig: Elke Hach, Michael Pilgermeier (Vorsitzender), Armin Geilenkirchen, Sven Widlarz (Stellvertretender Vorsitzender), Jonas Hoffmann (Kassierer), Jutta Klaudat (Schriftführerin), Hubert Bernnat, Christina Callori, Christiane Cyperrek, Daniel Dröschel, Matthias Faßler, Christian Heinrich, Philipp Lotter, Philipp Schließer, Jonas Seiberle, Eckhard Süß, Inge Wehmeyer und Christina Wicht (Beisitzer).

Weitere Wahlen von Delegierten für Nominierungskonferenzen zur Landtagswahl, Bundestagswahl und zum Listenparteitag für die Bundestagswahl hatten als Ergebnis: Hubert Bernnat, Christiane Cyperrek, Daniel Dröschel, Matthias Faßler, Armin Geilenkirchen, Elke Hach, Christian Heinrich, Jonas Hoffmann, Roger Huber, Jutta Klaudat, Philipp Lotter, Michael Pilgermeier, Philipp Schließer, Jonas Seiberle, Eckhard Süß, Inge Wehmeyer und Christina Wicht.

Kandidatur Landtagswahl

In seiner Vorstellung als Kandidat für die Landtagswahl skizzierte der studierte Informatiker Jonas Hoffmann seine politischen Ziele. Dabei nannte er unter anderem die Digitalisierung auf dem Land mit einer „magischen Grenze“ von 100 Megabit und sah in der Nutzung von Online-Plattformen für alle Bürger eine akute Bildungsaufgabe.

Als Ersatzkandidatin geht die durch ihre Familie politisch geprägte Hannah Bernbach ins Rennen. Sie arbeitet derzeit als Tagesmutter.

Landespolitik der SPD

„Die SPD hat bislang viele Beschlüsse der Landesregierung mitgetragen“, verwies Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger auf die pandemiebedingten Entscheidungszwänge. Durch Notverordnung sei die parlamentarische Kontrolle beschränkt. Jedoch habe man nun Konzepte eingefordert, damit politisches Handeln „nicht in einzelne Aktionen zerbröslt“. Ein gewaltiges Problem sieht Stickelberger in der pandemiebedingten Neuverschuldung über zwölf Milliarden Euro, für deren Abtragung er mehr als eine Generation veranschlagte. Neben dieser größten Neuverschuldung, die es je in einem Bundesland gab, nannte er als problematisch auch das zum Beschluss anstehende Polizeigesetz, „das die Unversehrtheit der Wohnung in Frage stellt.“

Themen der Landes-SPD sieht er vor allem im Bildungsbereich, der Pflege und Gesundheit und im Wohnungsbau. Mit einem Appell zur Unterstützung der Landtagskandidaten Hoffmann und Bernbach schloss Stickelberger sein konzentriertes Referat.

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