Lörrach Parkplatz steht zum Verkauf

Lörrach - Freie Flächen sind ein rares Gut in Lörrach – das gilt für Wohnraum ebenso wie für Gewerbegebiete. Innerstädtischer Nachverdichtung wird deshalb eine besondere Bedeutung beigemessen: Indes kann diese nicht nur Entlastung, sondern auch neue Herausforderungen mit sich bringen, wie das Beispiel eines Parkplatzes im Innocel-Quartier deutlich macht.

Das kommunale Gelände steht zum Verkauf und wird gegenwärtig sowohl von der Dualen Hochschule als auch von Beschickern des Wochenmarkts zwischengenutzt. Unterdessen befindet sich die Stadt seit geraumer Zeit in Gesprächen mit Kauf-Interessenten.

Bis zu 40 Marktbeschicker benötigen Parkplatz

Dienstags, donnerstags und insbesondere samstags benötigen die Beschicker das Areal, um dort Fahrzeuge und Anhänger abzustellen. Nur: Wo sollten die Marktleute in einem zusehends verdichteten Zentrum parken, wenn die Fläche anderweitig benötig wird? Mit diesem Szenario beschäftigen sich derzeit sowohl Verwaltung und Wirtschaftsförderung als auch etliche Beschicker.

Es geht nicht darum, „irgendeine“ Parkmöglichkeit zu finden, sondern einen Ort, der fußläufig – also fünf bis maximal zehn Minuten – vom Marktplatz entfernt ist. Immerhin müssen dort – je nach Jahreszeit – bis zu 20 (dienstags), 25 (donnerstags) oder sogar über 40 (samstags) Fahrzeuge und Anhänger geparkt werden können.

Dass dieses Areal inmitten eines attraktiven Lörracher Quartiers derzeit lediglich zwischengenutzt und nicht dauerhaft als Parkfläche vorgehalten werden könne, sei klar, sagt Marion Ziegler-Jung, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung, auf Anfrage unserer Zeitung. Sie betonte, das Gelände sei noch nicht verkauft – und wenn, dann werde für Ersatzflächen gesorgt: „Wir haben die Situation der Beschicker auf dem Schirm“. Für Studenten und Mitarbeiter der DHBW sei bei einer neuen Nutzung der Fläche der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel eine Option, um ins Quartier zu kommen.

"Parkplatz kann keine Dauerlösung sein"

Die Stadt sei in Bewegung, und auch in der Vergangenheit seien Parkplatzwechsel der Marktleute gelungen. Dies werde – sofern es dazu komme – auch künftig so sein: Die Stadt wisse, was sie an ihrem attraktiven Markt habe, sagte Ziegler-Jung.

Dies bekräftigte auch Susanne Baldus-Spingler, in deren Fachbereich „Medien und Kommunikation“ die Wochenmärkte thematisch angesiedelt sind. Sie habe Verständnis für diese Sorgen der Beschicker in einer verdichteten Innenstadt, doch werde die Verwaltung gegebenenfalls auf Veränderungen reagieren und Ersatzflächen zur Verfügung stellen.

Dass dies zwingend notwendig sein dürfte, belegt auch die Einschätzung von Marktmeisterin Anja Busse. Die Anbieter bräuchten Park-Möglichkeiten in der Nähe, andernfalls sehe sie die Gefahr, dass sie womöglich fernblieben.

Auch das Parken aller Fahrzeuge auf dem Markt selbst sei in Lörrach aufgrund der Platzverhältnisse keine Alternative – ganz abgesehen davon, dass dies zu Lasten des Erscheinungsbilds gehen würde.

"Beschicker können auf die Unterstützung der Stadt zählen"

Mit Blick auf eventuelle perspektivische Bedenken etlicher Beschicker sagte sie. „Wenn es so weit sein sollte“ müsse die Stadt Alternativen anbieten können. Sie habe die ein oder andere Option bereits im Sinn, wolle aber zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht konkret werden.

Auch Ziegler-Jung und Baldus-Spingler nannten noch keine Ausweichmöglichkeiten. Doch versicherten alle drei unisono: Falls die Beschicker neue Parktmöglichkeiten bräuchten, könnten sie auf die Unterstützung der Stadt Lörrach zählen – das sei Konsens.

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