Lörrach „Paulinchen“ warnt vor Hitze und Feuer

Die Oberbadische
„Es wird heiß hergehen“, versprechen Chefarzt Tobias Berberich (l.) und Facharzt Christian Lehr im Vorfeld des „EliBrandFest“ am kommenden Samstag. Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Von Peter Ade

Lörrach. Da thermische Verletzungen zu den nachhaltigsten und schwersten Traumafolgen zählen, gilt es, eine drohende Gefahr rechtzeitig zu erkennen und besonders Kinder zu schützen. Deshalb veranstaltet das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am St. Elisabethen-Krankenhaus am kommenden Samstag ein Präventionsprogramm mit Spannung und Spaß unter dem Motto: „EliBrandFest“.

„Es wird heiß hergehen“, versprechen Chefarzt Tobias Berberich und Facharzt Christian Lehr, der das Angebot mit Fachkräften aus der Klinik und Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK-Kreisverbands auf die Beine gestellt hat. Anlass ist der zehnte Jahrestag der bundesweiten Initiative „Paulinchen e.V.“, die sich um brandverletzte Kinder kümmert.

Ziel ist es, Familien nach Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen ihrer Kinder zu beraten, bei Problemen während der Rehabilitation zu helfen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen. „Ein direkter Austausch über Sorgen und Ängste hilft Trost zu finden, neuen Mut zu fassen und erste Fragen zu klären“, beschreiben die Ärzte den tieferen Sinn der Veranstaltung.

Schädigung durch Flüssigkeiten bereits ab 52 Grad Celsius

Heiße Flüssigkeiten können bereits ab einer Temperatur von 52 Grad Celsius die Haut eines Menschen schädigen. Unfallursachen für Brandverletzungen sind häufig heiße Flüssigkeiten in Tassen oder Wasserkochern. Aber auch heiße Flächen – Herdplatten, Feuer, Brände, Strom und Säuren – sind große Gefahrenquellen. Je nach Tiefe der Verletzung spricht man von Verbrennungen ersten, zweiten oder dritten Grades.

Das Team der Lörracher Kinderchirurgie am „Eli“ hat sich mit der Behandlung von Verbrennungen einen besonderen Schwerpunkt und eine gute professionelle Expertise erarbeitet. „Im kommenden Jahr rechnen wir mit einer Zertifizierung“, kündigte die Klinikleitung gestern im Pressegespräch an.

Jährlich versorgt das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin stationär und ambulant etwa hundert Kinder aus der Region nach thermischen Verletzungen. „Es werden leider nicht weniger“, bedauert Chefarzt Berberich und verweist auf bundesweit rund 30 000 Unglücksfälle im Jahr – nicht nur, aber vor allem in der Silvesternacht.

Das „EliBrandFest“ dauert am Samstag von 10 bis 18 Uhr. Es gibt spannende Experimente und Vorträge, eine Ausstellung und die Möglichkeit, sein Geschick im Umgang mit einem Feuerlöscher zu erproben. Es wird über Fettexplosionen informiert, Firmen zeigen Vorkehrungen zum Feuerschutz, Kinderschminken ist angesagt, informative Brandvideos werden gezeigt und die Klinik-Clowns sind präsent.

Das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz: Angeboten werden Flammkuchen, Flammpizza, Pulled Pork Burger (Smoker), Waffeln, Glühwein, Kinderpunsch und vieles mehr.

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