Lörrach Programm mit viel Herzblut

Der Berliner Musiker „Mal Elevé“ tritt im Alten Wasserwerk auf. Foto: zVg

Lörrach - Sommerzeit – Open-Air-Zeit: Am 15. Juni gibt es in Lörrach Festivalluft zu schnuppern, wenn die vierte Auflage des „Open Air Altes Wasserwerk“ zum vierten Mal auf dem Plan steht. Mit viel Herzblut und liebevoll gestalteten Details präsentiert das Alte Wasserwerk ein mehrstündiges Programm zum jugendgerechten Preis. Neben vier Regiobands am Nachmittag konnten die Bands „Mal Élevé“ (ex „Irie Révoltés“), „NH3“ und „8Kids“ als Headliner gebucht werden.

Bei der Aftershow-Party ab 23 Uhr wird l auf ein HipHop-Set mit „Cashmiri“ gesetzt.

Das Programm im Überblick: „Mal Élevé“ (ex „Irie Révoltés“) aus Berlin mit Rap, Reggae und Dancehall.

In 24 Ländern getourt

„Mal Élevé“ ist ehemaliges Mitglied von „Irie Révoltés“, welche in 17 Jahren Bandgeschichte in 24 Ländern getourt sind und vergangenes Jahr eine Abschiedstournee mit mehr als 60 000 Besuchern absolvierten. Jetzt ist er als Solokünstler mit Band unterwegs. Sein neuer Track heißt „Mittelmeer“, mit dem er Projekte von „S.O.S. Mediterranee“ und „Sea-Watch“ unterstützt und das Massensterben von 15 000 auf der Flucht ertrunkenen Menschen thematisiert.

Er ist nicht nur Musiker, sondern auch überzeugter Aktivist. Mit seinem auf Deutsch sowie Französisch vorgetragenem reggae-lastigen Rap gelingt es ihm vor allem bei Live-Auftritten, kritische oder ungemütliche Themen an die Hörerschaft zu bringen, das Publikum mitzureißen und mit ein paar Gedanken mehr im Kopf in die Welt zu entlassen.

Die Gruppe „NH3“ kommt aus einer kleinen Hafenstadt an der italienischen Adriaküste und spielt extrem tanzbaren Ska-Punk. Sie gelten daher als das italienische Aushängeschild des Genres, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Auf ihrem im März erschienenen neuen Konzeptalbum „Superhero“ ist unter anderem auch „Talco“-Sänger Dema im Track „Utopia“ mit am Start, was passender nicht sein könnte.

„8Kids“ aus Darmstadt spielen Post-Hardcore. Wenn die Stimme bricht und sich Gitarren langsam aufbauen, dann klingt das für einige sicher nach interessanter Rockmusik mit Geschrei. Für andere jedoch, wie ein Ausbruch, den man keine Sekunde länger hinauszögern kann. Wie eine heftige Emotion, die sich im hier und jetzt ein Ventil suchen muss.

Es geht darum, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Trauer, Freude, Hoffnung, Liebe. Alles wird eins in ihren Liedern.

„Ape Academy“ aus Lörrach bezeichnen sich selbst als „Affenabriss Kommando von vier Wahnsinnigen“.

Fette HipHop-Beats treffen auf wuchtigen Bass und aggressive Gitarrensounds.

Im vergangenen November wurde die erste EP „Fuck the Reality“ veröffentlicht. Beim SPH Bandcontest Freiburg erlangten sie jüngst den Jury-Sieg in der Vorrunde. Aktuell wird am ersten Album sowie dem Videodreh zur Single gearbeitet.

Die Freiburgerin Debbie Ela bringt deutschsprachige Popmusik auf die Bühne. Ihre Lieder handeln von den Ungewissheiten, in die das Leben so führt, wagen ab und an einen Ausflug in die Gesellschaftskritik und kommen auch um die Komplikationen der Liebe nicht herum. Verspielte Melodien, sanfte Klänge und der ein oder andere ironische Unterton entgehen den Zuhörern dabei kaum.

Dreiköpfige Band aus Lörrach

„Melez Records“ eine dreiköpfige Band aus Lörrach, welche sich auf HipHop fokussiert und die Einstellung verkörpert, dass es egal ist, woher man kommt, welche Hauptfarbe man hat oder welche Sprache man spricht. Musik verbindet und ist eine Plattform für ein gemeinsames Miteinander.

Das Line-up wird vervollständigt durch „Don’t kill the messenger“, die sich im März beim „Live Check“-Bandwettbewerb als Gewinner durchgesetzt haben. Ihr geteiltes Interesse an Musik und das Schulorchester führte sie zusammen. Seit einiger Zeit schreiben und komponieren sie ihre eigenen Stücke, hauptsächlich Alternative Rock, teilweise mit Einflüssen anderer Stile.

Durchs Programm wird Thomas Damager führen und dabei zwischendurch vielleicht auch den ein oder anderen Rap-Track rausschmettern.

Cashmiri (Miriam Davoudvandi) ist freie Journalistin und Chefredakteurin des „splash! Mag“, eines Berliner HipHop-Magazins. Während sie tagsüber über Musik schreibt, stellt sie nachts ihr Wissen mit ihren Sets unter Beweis. Sie nennt ihr Genre liebevoll „Ambient Twerk“, also eine Kombination aus Rap, R&B, Baile Funk, Dancehall und Jersey Club.

Open-Air Altes Wasserwerk a, Samstag, 15. Juni, Einlass ab 15 Uhr, Beginn ab 15.15 Uhr, Aftershow-Party ab 23 Uhr.

Karten kosten 15 Euro an der Abendkasse und im Vorverkauf zehn Euro in Lörrach im Alten Wasserwerk, bei Indiepunk Records, Cafe Bar Atelier und Skinart Piercings & Tattoos sowie in den Filialen von Vero Moda und Jack & Jones in Lörrach, Schopfheim, Rheinfelden und Freiburg. Außerdem sind die Karten im Vorverkauf für 14 Euro unter www.reservix.de erhältlich.

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