Lörrach Projekt: „Wir machen mit und werden fit“

Gudrun Schubert Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Lörrach - Die Schubert-Durand-Stiftung fördert Frauen und Mädchen aus dem muslimischen Kulturkreis. Sie wurde als Treuhandstiftung der Bürgerstiftung gegründet. Seit 2011 ist sie eine eigenständige Stiftung. Ab September startet ein neues Projekt „Wir machen mit und werden fit“.

Damit soll afghanischen und syrischen Familien gezeigt werden, wie sie aktiv am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilnehmen können. Dies berichtete die Islamwissenschaftlerin Gudrun Schubert bei der jüngsten Versammlung der Bürgerstiftung (wir berichteten).

Die Schubert-Durand-Stiftung fördert vor allem türkische, afghanische, arabische und persische Frauen, ihre Kinder und Familien. Sie begleitet geflohene Frauen vor allem aus Afghanistan. Dank Türkisch, Persisch und Arabisch sprechender Mitarbeiterinnen gelingt es, Kontakte zu Migrantinnen zu pflegen.

Während der Corona-Einschränkungen las eine Mitarbeiterin für die Kinder Bilderbuchgeschichten auf digitalem Wege vor. Das Familienzentrum spendete Malsachen. Die Frauen der Nähgruppe „Ich kann, ich will“ fertigten Schutzmasken für Seniorenheime. Sie wollten der deutschen Gesellschaft, die sie aufgenommen habe, etwas zurückgeben, erzählte Schubert. Inzwischen laufen viele Angebote wieder an, zum Beispiel die Sprachkurse in kleinen Gruppen.

Neue Projekte

Kürzlich schlossen zehn afghanische Frauen den vom Landratsamt geförderten Kurs „Starke Eltern, starke Kinder“ ab. Sie hätten mit Begeisterung und Wissensdurst teilgenommen. Die Frauen erhielten praktische Hilfe, um ihre Kinder gut zu erziehen und zu stärken. „Um die Frauen gut zu unterstützen, müssen wir auch ihre Männer und die Kinder stärken“, sagte Schubert.

Auch das Projekt „Wir machen mit und werden fit“ soll Familien aus Afghanistan und Syrien unterstützen. Es startet im September und wird von der Landesstiftung drei Jahre lang mit insgesamt 99 000 Euro gefördert. Das Projekt soll die Migranten vor Isolation, Armut und vor der Gefahr der Radikalisierung schützen. Es wird Kurse, Vorträge und Diskussionen über Erziehung und Gesundheit, Bildungssystem, politische Teilhabe und ehrenamtliches Engagement geben. Die Teilnehmenden werden Personen aus dem politischen Leben treffen sowie Vereine und Einrichtungen besuchen. Auch Ausflüge und andere Freizeitveranstaltungen sind geplant.

Neu angelaufen ist auch das Projekt „Tandem“, bei dem Fachkräfte junge Migranten, die eine Ausbildung machen, unterstützen.

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