Lörrach Prominente Gäste im Museum

Gerd Krumeich im Gespräch mit Markus Moehring und Historiker Hubert Bernnat in der Ausstellung „Zeitenwende 1918/19“. Foto: zVg/Dreiländermusem

Lörrach - Die Ausstellung „Zeitenwende 1918/19“ ist laut einer Mitteilung des Dreiländermuseums auch das Ziel zahlreicher renommierter Forscher und Experten. Sie kommen wegen dieser nach Lörrach, weil kein anderes Museum am Oberrhein eine so umfassende Sammlung zum Thema besitzt. „Die Ausstellung ist einfach eine Wucht“, formuliert Professor Gerd Krumeich, einer der bekanntesten Experten zum Ersten Weltkrieg in Deutschland. Rechtzeitig vor dem Abbau der Ausstellung ist auch er noch nach Lörrach gekommen.

Krumeich ist durch seine Publikationen und Fernsehauftritte bekannt. Auch Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg in Frankreich prägte er als deutscher Vertreter mit – so in Péronne oder am Hartmannswillerkopf. Jetzt hat er die Ausstellung im Dreiländermuseum besucht und mit Museumsleiter Markus Moehring und Historiker Hubert Bernnat Fachgespräche geführt.

„Eigentlich kann man das Kriegsende 1918 und die folgende Revolution nicht verstehen, wenn man diese Ausstellung nicht gesehen hat“, fasst er seinen Eindruck während seines Rundgangs im Dreiländermuseum zusammen. Und ergänzt später schriftlich: „Die Ausstellung hat mich sehr beeindruckt.“

Ob Basel, Freiburg, Karlsruhe, Straßburg oder Mulhouse: kein anderes Museum kann die Zeit mit seiner Sammlung so eindrucksvoll beleuchten. Mit einer Ausnahme stammen alle Exponate aus dem Lörracher Museumsdepot.

So nutze zahlreiche lokale Prominenz jetzt die kurze verbleibende Zeit bis zum Abbau der Ausstellung am 3. Februar für einen Besuch. Dazu gehört auch der Besuch der Regio-Kommission des Großen Rates, also des Parlamentes des Kantons Basel-Stadt, am kommenden Mittwoch. Deren Präsident Tim Cuénod postet auf google maps: „Mit bescheidenen finanziellen Mitteln gelingen dem Dreiländermuseum immer wieder ganz großartige Ausstellungen, mit historisch extrem gut recherchierten und oft auch verblüffenden Inhalten. Die aktuelle Ausstellung ist für all das ein Paradebeispiel“.

Auch Gisela Erler, Staatsrätin der Landesregierung von Baden-Württemberg, und Brigitte Klinkert, Präsidentin des Rates des Departements Haut-Rhin aus Colmar, waren schon zu Gast. Auf internationalen Tagungen war die Ausstellung wiederholt Thema, so auf einer Konferenz des europäischen Museumsbundes und zuletzt vor wenigen Tagen in Bonn bei einem Treffen deutscher und polnischer Museumskuratoren, die sich von Lörrach für eine mögliche grenzüberschreitende deutsch-polnische Kooperation inspirieren lassen wollten.

 Die Ausstellung Zeitenwende 1918/19 ist noch bis zum 3. Februar 2019 täglich außer montags zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.dreilaendermuseum.eu

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