Lörrach Prosa lebt von Sprachspielen

Alois Brandstetter Foto: zVg/Bwag/CC-BY-SA-4.0

Lörrach - Der Hebelbund lädt zu einer „Literarischen Begegnung“ in den Hebelsaal des Lörracher Dreiländermuseums ein. Diese findet am Freitag, 19. Juli, ab 17 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Dreiländermuseum statt. Mit Alois Brandstetter kommt einer der meistgelesenen Schriftsteller Österreichs nach Lörrach.

Der 1938 geborene Oberösterreicher war mehr als drei Jahrzehnte lang Professor für ältere deutsche Sprache und Literatur an der Universität Klagenfurt.

Literatur- und Sprachwissenschaft hätten, sagte Brandstetter einmal, seine Literatur „versilbert“. Und tatsächlich lebt seine Prosa von einer Vielzahl von Sprachspielen, oft auch mit historischem und philosophischem Untergrund.

Der Germanist Professor Hans-Jürgen Schrader von der Universität Genf, dem der Hebelbund die „Literarische Begegnung“ mit Brandstetter zu verdanken hat, schreibt: „Sein Prosawerk … gründet in der Skepsis gegen traditionelle Erzählabläufe auf dem Erkenntnisspiel reflexiver Sprachverantwortung. … Die dünne Fiktionsschicht dient dazu, die (meist allein zu Wort kommenden) Rollenredner und ihr Monologisieren zu legitimieren.“

Mit Brandstetter kommt ein Autor nach Lörrach, der die österreichische Literatur der vergangenen Jahrzehnte wie nur wenige andere geprägt hat – auch wenn er sich selbst immer abseits des herkömmlichen Literaturbetriebs gesehen hat.

Einführende Worte zur Lesung spricht der Präsident des Hebelbundes, Volker Habermaier. Die Öffentlichkeit ist dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei; um eine Spende wird gebeten.

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