Lörrach Pulsierende Klänge

Regine Ounas-Kräusel
Tainá eröffnete den Stimmen-Abend                          Foto: Regine Ounas-Kräusel

Lörrach - Beim dritten Anlauf hat es nun geklappt: Am Donnerstag stand Mayra Andrade, die starke Stimme von den Kapverden, beim Stimmen-Festival endlich auf der Burghofbühne. 2019 verhinderte ein Gewitter ihren Auftritt im Rosenfelspark, 2020 fiel das ganze Festival wegen Corona aus. Burghofgeschäftsführer Andrés Ibarra freute sich über ein ausverkauftes Haus.

Mit warmer Stimme

Die brasilianisch-portugiesische Sängerin Tainá eröffnete das Konzert. Nur mit ihrer warmen, ausdrucksvollen Stimme, ihrer Akustikgitarre und sparsamen Bässen von der Soundmaschine füllte sie den Saal. Gefühle wie Liebe, Sehnsucht, Lebensfreude, der Traum, man selbst sein zu dürfen, klangen in ihren Liedern an. Mit einfachen schönen Melodien zum Fingerpicking auf der Gitarre, mit ihrer mal samtig-dunklen, mal fast mädchenhaft zarten Stimme berührte Tainá ihre Zuhörer. Immer wieder brandete stürmischer Beifall auf.

Unter Applaus wechselte die Sängerin bei ihren Ansagen schon bald vom Englischen ins Portugiesische. Offensichtlich waren etliche Landsleute von ihr oder von Mayra Andrade im Publikum, um die Musik ihrer Heimat zu genießen.

Als Mayra Andrade nach der Pause die Bühne betrat, hatte sie ihr Publikum sofort im Griff. Voll Energie und mit einem Hauch Schärfe in der Stimme tanzte und sang sie zu den pulsierenden Rhythmen ihrer Begleitband. „Are your ready? Seid ihr bereit?“, wandte sie sich ihren Zuhörern im ausverkauften, aber wegen Corona längst nicht voll besetzten Saal zu.

Erstklassige Begleitmusiker

Mayra Andrade und ihre erstklassigen Begleitmusiker Nicholas Vella (Keyboard), Yoann Danier (Schlagzeug), Anthony Jambon (Gitarre) und Swaeli Mbappé (Bass) boten einen mitreißenden, alle Grenzen sprengenden Musikmix aus traditionellen kapverdischen Tänzen, Jazz und Reggae. Vielschichtig pulsierte die Musik durch den Saal: ein kraftvoller Bass, federnde Rhythmen vom Schlagzeug, alles unterlegt von fettem Elektroniksound, melodische Klänge von Gitarre und Keyboard.

Es wurde getanzt

Mit kraftvoller Präsenz bewegte sich Mayra Andrade zu dieser Musik, nahm ihr Publikum mal mit rhythmischen Scatgesang, dann wieder mit melodischen Passagen voller Sehnsucht und Gefühl gefangen. Sie sang auf Portugiesisch und auf Kreolisch, dem für die Kapverden typischen Sprachmix, der von den vielfältigen Einflüssen in der Geschichte des Inselstaates zeugt.

Lange hielt es die Menschen im Saal nicht auf den Stühlen. Die Musik ging in Beine und Hüften, und schon bald tanzten und klatschten die ersten von ihnen zur Musik. Erst nach mehreren Zugaben verließen Mayra Andrade und ihre Musiker die Bühne.

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