Lörrach „Revolution der Herzen“

Die Oberbadische
Pastor Jürgen Exner (links) und der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Lörrach, Prediger Stefan Heeß Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Mit einer Sternwanderung und einer Feier um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz gedenkt die Evangelische Allianz Lörrach am Donnerstag, dem „Tag der deutschen Einheit“, des Mauerfalls vor 30 Jahren und der damit verbundenen Wiedervereinigung.

Von Peter Ade

Lörrach. Die Veranstaltung, zu der die gesamte Bevölkerung eingeladen ist, steht unter dem Motto: „Wunder der Freiheit und Einheit“. Pastor Jürgen Exner von der federführenden Baptistengemeinde Lörrach freut sich nach eigenen Worten auf einen „frohen und besinnlichen Abend in christlicher Dankbarkeit“.

Exner: Deutsche Einheit basiert auch auf religiösem Bestreben

Die im Herbst 1989 wiedererlangte deutsche Einheit, so Exner, habe nicht nur eine politische Grundlage. Sie basiere auch auf religiösem Bestreben, erinnerte der Pastor gestern in einem Pressegespräch an den Beginn der Bewegung vor drei Jahrzehnten mit Versammlungen und Gebeten in der Nicolaikirche Leipzig und an das spätere Wort des einstigen DDR-Volkskammerpräsidenten Sindermann: „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete.“

„Es war eine Revolution der Herzen und Gebete“, sagt der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Lörrach, Prediger Stefan Heeß. Zusammen mit Pastor Exner ist er bis heute der festen Überzeugung, dass die „Wende ohne Blutvergießen“ als Ausdruck christlichen Bestrebens nach Einheit in Freiheit einen unverrückbaren Platz in den Herzen vieler Menschen behalten wird.

Zur Feier am 3. Oktober sind neben den Gruppierungen der Evangelischen Allianz auch andere Glaubensgemeinschaften eingeladen. Die Teilnehmer treffen sich – je nach Vereinbarung – in ihren Heimatgemeinden und ziehen von dort mit Kerzen gemeinsam zum Marktplatz.

Das Programm der Feierstunde wird mit einer Ansprache des Pastors eröffnet und mit klassischen Weisen von einem Posaunenchor umrahmt. Höhepunkt ist der Choral: „Nun danket Alle Gott“. Ein oder zwei Zeitzeugen werden über ihre Erlebnisse und Beobachtungen von einst berichten.

Gegen Ende der Feier spricht Jonas Hoffmann mit den versammelten Menschen das „Vater Unser“ als Segensgebet für Stadt und Land.

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