Lörrach - Beim Roboterwettbewerb „RoboRave“ nahmen am Wochenende 25 Schülerteams aus fünf Ländern teil. Am weitesten angereist waren die drei Mannschaften aus China.

Schlüsselqualifikationen

„Beim RoboRave erlernen die Jugendlichen spielerisch Schlüsselqualifikationen für die Welt von morgen“, meinte Mao Yong, Direktor für die RoboRave-Bewegung in China und Asien. Das Schülerforschungszentrum Phaenovum richtete den Wettbewerb schon zum dritten Mal in Lörrach aus.

Russ Fisher-Yves, Gründer von RoboRave in den USA, und Oberbürgermeister Jörg Lutz begrüßten die 55 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Polen und China am Sonntagmorgen in der Tumringer Halle. Zwei angemeldete Teams aus Ägypten waren aus unbekannten Gründen nicht gekommen. Fisher-Yves hieß ausdrücklich die elf Mädchen willkommen.

Schon bald herrschte lebhaftes Treiben in der Halle. Überall beugten sich Jungen und Mädchen über Laptops, setzten ihre Roboter auf die Strecke und nahmen letzte Korrekturen an der Programmierung vor. Mit ihren Metallrahmen, Rädern, Platinen und Sensoren glichen die Roboter kleinen Hightech-Fahrzeugen. Es handelte sich um autonome Roboter, die mit Hilfe von Sensoren ihre Umgebung wahrnehmen und dann in die gewünschte Richtung steuern.

Roboter mussten eine brennende Kerze finden und löschen

Tim Stadler und sein Kollege vom Team „Swiss Warriors“ bereiteten ihren Roboter auf den kniffligsten Wettbewerb vor – das Fire Fighting. Dabei musste der Roboter eine versteckte Kerze finden und mit einem Ventilator löschen. Informationen von Infrarot- und optischen Sensoren seien nötig, damit der Ventilator auch anspringt, erfuhr der interessierte Besucher.

Die beiden Jungen hatten ihren Roboter alleine in ihrer Freizeit gebaut. Andere Jungen und Mädchen hatten ihre Geräte in Schul-AGs oder im Phaenovum gebaut. Hayo Luan und Qeni Wang aus China erzählten, dass sie eine Roboterschule besuchen.

„Are you ready – Seid ihr bereit?“ klang es von einem Tisch herüber. Zwei Teams schickten dort ihre Roboter in den „Jousting-Wettkampf“. Wie zwei Ritter beim Lanzenstechen rasten die Geräte aufeinander zu. Wer zuerst eine Aluminiumflasche aus der Halterung des Gegners gestoßen hatte, war Sieger.

Kooperation und Erfahrungsaustausch

Während sich Zuschauer und Teilnehmer um den Jousting-Kampf drängten, bosselten Ramakrishnan und Balakrishnan Mani aus Riehen an ihrem Roboter mit einem Behälter. Beim Line Following-Wettkampf hatten sie versucht, mit ihrem Roboter möglichst viele Tischtennisbälle über eine verschlungene schwarze Linie zu transportieren und in ein Gefäß zu leeren. Leider sei ein anderes Team besser gewesen, erzählten sie. Aber sie hätten die Leute gefragt, was sie besser machen könnten.

Genau darum gehe es beim RoboRave, betonte Projektleiter Lars Möllendorf vom Schülerforschungszentrum Phaenovum: um Kooperation und Erfahrungsaustausch. Es sei wichtig, dass die Jugendlichen in einer sich ständig wandelnden Welt lernten, wie man im Team Probleme löst, betonte Mao Yong.