Lörrach Sammlung des Museums darf nicht „verschwinden“

Die Oberbadische, 07.03.2018 18:11 Uhr

Von Susann Jekle

Lörrach. Die Mitglieder des Hebelbundes trafen sich am Dienstagabend zur Jahresversammlung im Hebelsaal des Dreiländermuseums.

Hebelbund-Präsident Volker Habermaier blickte auf ein Jahr intensiver Arbeit für den Namenspatron Johann Peter Hebel und sein Erbe zurück. „Auch 2017 galt unser Bemühen dem ’ganzen Hebel’, dem Dichter, Theologen, Pädagogen und Menschen“, erklärte Habermaier. Der 70. Geburtstag des Hebelbundes und das 500. Jubiläum der Reformation prägten die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Viele literarische Begegnungen trugen zu einem abwechslungsreichen Jahr bei.

„Bis jetzt weiß in diesem Raum nur ich, wer der Hebelpreisträger 2018 sein wird“, sagte Habermaier. Die Mitglieder des Bundes müssen sich noch etwas gedulden, bis das Land Baden-Württemberg den Gewinner des Literaturpreises ehrt.

Den Preisträger des Hebeldanks konnte Habermaier jedoch verkünden: Markus Moehring, der Leiter des Dreiländermuseums, wird den Hebeldank 2018 erhalten. „Ein Grund mehr, sich das Datum des ’Schatzkästleins’ vorzumerken“, freute sich Habermaier.

Moehring bedankte sich in seinem Bericht beim Hebelbund für die positive Zusammenarbeit. „Hebel wird oft Thema in unseren Ausstellungen“, erklärte er. Das Museumsdepot verfügt über die wichtigste Sammlung zu Hebel. „Nur wenige Dinge sind ausgestellt“, sagte Moehring. Der Großteil der Sammlung befindet sich im Depot.

Der Umzug des Depots in bisher nur provisorische Räumlichkeiten stimmt die Mitglieder des Hebelbundes nicht froh. Die Sammlung ist derzeit nur eingeschränkt zugänglich und ihre Unterbringung nicht auf Dauer gesichert. „Wir können nicht still zusehen, wenn diese Sammlung verschwindet“, meinte Habermaier. Der Hebelbund erarbeitete eine Stellungnahme, in der er seine Erwartung bekräftigte, „dass die Stadt Lörrach zeitnah eine Lösung finden wird, den notwendigen Bau des Museumsdepots umzusetzen“.

Die Wahl des Präsidiums verlief einstimmig. Alle Amtsinhaber kandidierten erneut und wurden in ihren Funktionen bestätigt. Einzige Ausnahme ist Yves Bisch, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Nachfolger als Verbindungsmann zum Elsass ist Jean-Christophe Meyer, selbst elsässischer Journalist und Poet.

Im Anschluss gab es eine Lesung zu „Gottes Wunder in Hebels vielen Sprachen“.