Lörrach Sanierungsgebiet vergrößern

Die Kirchstraße gehört zu den marodesten Straßen des Stadtzentrums. Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Die Kirchstraße gehört zu den schlechtesten Straßen des Zentrums. Die Stadt möchte diese nun ebenso wie den maroden Rosenfelspark-Spielplatz mit Hilfe von Zuwendungen aus dem „Sanierungsgebiet Baumgartnerstraße“ aufwerten. Hierfür muss der Gemeinderat eine Erweiterung des Gebiets beschließen. Unterdessen liegt für die Finanzierung der Villa Aichele-Sanierung eine neue Option auf dem Tisch.

Lörrach (bk). Die Erweiterung des Sanierungsgebiets wird zunächst am kommenden Donnerstag im Hauptausschuss erörtert.

Im Gebiet werden 60 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land übernommen, 40 Prozent muss die Stadt selbst bezahlen. Der gesamte Förderrahmen beträgt inklusive städtischem Eigenanteil 4,8 Millionen Euro. Das heißt: Die Kommune kann mit Zuwendungen in Höhe von 2,88 Millionen Euro rechnen. Der Bewilligungszeitraum endet im April 2020.

Bisherige Maßnahmen waren etwa die Neugestaltung der Baumgartnerstraße im Bereich des Campus und die Erneuerung der Eingangssituation der Theodor-Heuss-Realschule sowie die Neuordnung und –gestaltung der Stettengasse.

Eine Aufnahme der Kirchstraße ins Sanierungsgebiet wird als sinnvoll erachtet, weil sie aus städtebaulicher Sicht ohnehin neu zu gestalten und aufzuwerten sei. Die Stadt bekäme so immerhin 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten erstattet.

Auch die Einbindung des mittlerweile abgebauten, sehr beliebten Rosenfels-Spielplatzes ins Sanierungsquartier sei wünschenswert. Derzeit befinde sich nur 50 Prozent der Fläche im Geltungsbereich – deshalb würden auch nur 50 Prozent der Fördermittel fließen. Die Einbindung des gesamten Areals würde den Förderbetrag entsprechend erhöhen, so die von Fachbereichsleiterin Monika Neuhöfer-Avdic verfasste Sitzungsvorlage.

Wie geht’s weiter mit der Villa Aichele?

In der Voruntersuchung zum Sanierungsgebiet Baumgartnerstraße wurden etliche weitere Bereiche mit Modernisierungsbedarf genannt, etwa die Umgestaltung der Baumgartnerstraße bis zum Bahnübergang, die Neuordnung und –gestaltung von Teilen des Rosenfels- und Aicheleparks sowie die Sanierung der Villa Aichele selbst.

Wie berichtet, ist die bbv Akademie – Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Lörrach neue Pächterin der Villa. Auch die Kosten der Renovierungsarbeiten sollten ursprünglich von der Akademie getragen werden. Dieser Teil des Plans könnte sich aber ändern.

Offenbar zieht die Kommune in Erwägung, die Investition doch selbst zu tätigen, weil sie auf diesem Wege mehr Fördermittel aus dem Sanierungsgebiet erschließen kann.

Hierzu schreibt die Verwaltung auf Anfrage unserer Zeitung: „Die Stadt Lörrach kann als Eigentümerin der Villa Aichele die Fördergelder des Landes in voller Höhe abschöpfen. Daher prüft sie, die Sanierungsmaßnahme selbst durchzuführen, in enger Abstimmung mit dem bbv. Hierfür sind insgesamt 1,3 Millionen Euro in die Haushalte 2018 und 2019 (je 800 000 Euro und 500 000 Euro) eingestellt. Es liegen erste Entwürfe zu Umbau und Sanierung unter besonderer Berücksichtigung von Fragen des Denkmalsschutzes, der Barrierefreiheit und des Brandschutzes vor.“

Der Gemeinderat wird voraussichtlich im Februar eine Entscheidung fällen.

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