Lörrach Saubere Energie für Salzertschule

Gruppenbild mit (v.l.) Thomas Basler, Regine Rohrbach, Walter Kolb, Jörg Lutz und Armin Schuster. Foto: Peter Ade

Lörrach - In der Grundschule auf dem Salzert sorgt ab sofort ein sauber arbeitendes Blockheizkraftwerk (BHKW) für Licht und Wärme. Gestern Nachmittag wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen.

Das neue BHKW verringert die ineffiziente Stromerzeugung in herkömmlichen Kohlekraftwerken, die nur einen Wirkungsgrad von 30 bis 40 Prozent haben. Oberbürgermeister Jörg Lutz freute sich vor allem, dass die Anlage pro Jahr etwa sieben Tonnen Kohlendioxid einsparen hilft.

Der Rathauschef erinnerte: Die Stadt Lörrach hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Das BHKW Salzert sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten und zur Erfüllung der energetischen Anforderungen wurde das BHKW in Verbindung mit einem Gas-Brennwertkessel installiert. Die elektrische Leistung liegt bei 5,5, die thermische bei 14,8 Kilowatt (kW). Bei höherem Energiebedarf kann der Gas-Brennwertkessel mit hundert kW zugeschaltet werden.

CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, der bei der Inbetriebnahme zugegen war, rühmte die aus seiner Sicht „effiziente Art der Energieerzeugung“ und lobte die Anstrengungen der Stadt auf dem Weg zur klimafreundlichen Kommune.

Schuster betonte, Lörrach sei auf dem „richtigen Weg“ und gehöre zu den „Leuchtturm-Städten“ hinsichtlich der Umsetzung umweltfreundlicher Energietechnologien. „Das ist ein Markenzeichen für ganz Südbaden“, unterstrich der Abgeordnete die Bereitschaft der Politik, nach Kräften finanzielle Unterstützung sicherzustellen.

Die gesamte Maßnahme an der Salzertschule kostete die Stadt rund 110 000 Euro. Mithin seien in Lörrach nunmehr sechs öffentliche Gebäude mit BHKW-Anlagen ausgestattet, unter anderem das Rathaus und das Feuerwehrhaus an der Weiler Straße, berichtete Annette Buchauer, Fachbereichsleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement.

Am Rande der BHKW-Inbetriebnahme bestätigten die kommissarische Schulleiterin Regine Rohrbach und der Fachbereichsleiter Jugend/Schulen/Sport, Gerhard Bukow, dass man sich auch mit der Digitalisierung an Schulen und der Medienentwicklungsplanung intensiv beschäftige.

Schuster bekräftigte, dass der Bund bereit sei, den Ländern für einschlägige Maßnahmen fünf Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Bundesländer vor dem Hintergrund der föderalen Struktur verhielten.

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