Lörrach Schicht im Schacht

Die Grünanlage über der Rathaus-Tiefgarage musste aus statischen Gründen samt Bäumen abgeräumt werden. Nun blüht dort eine Blumenwiese. Archivfoto: Meller Foto: Die Oberbadische

Lörrachs Stadtverwaltung bereitet die aufwendige Sanierung der Rathaus-Tiefgarage vor. Im Wirtschaftsplan sollen hierfür Gesamtkosten in Höhe von knapp 5,4 Millionen Euro netto veranschlagt werden. Am Donnerstag wird das Thema im Ausschuss für Umwelt und Technik erörtert.

Lörrachs Stadtverwaltung bereitet die aufwendige Sanierung der Rathaus-Tiefgarage vor. Im Wirtschaftsplan sollen hierfür Gesamtkosten in Höhe von knapp 5,4 Millionen Euro netto veranschlagt werden. Am Donnerstag wird das Thema im Ausschuss für Umwelt und Technik erörtert.

Lörrach (bk). Der städtebauliche Vertrag mit dem Investor des benachbarten Geschäfts- und Wohnkomplexes „Lö“ sieht für den künftigen Tiefgaragenverbund im Quartier unter anderem die Sanierung von Bahnhofs- und Rathaustiefgarage vor.

Lörrach (bk). Der städtebauliche Vertrag mit dem Investor des benachbarten Geschäfts- und Wohnkomplexes „Lö“ sieht für den künftigen Tiefgaragenverbund im Quartier unter anderem die Sanierung von Bahnhofs- und Rathaustiefgarage vor.

Die Maßnahme

Wie Untersuchungen ergaben, muss eine umfangreiche Betonsanierung vorgenommen werden, für die eine vollständige Entkernung der Garage notwendig ist.

Um die brandschutztechnischen Anforderungen zu erfüllen, muss die Decke nachgerüstet werden. Auch Gebäudetechnik wie Elektroverteilung, Beleuchtung sowie Sprinkler- und Lüftungsanlage müssen erneuert werden. Zudem muss eine Brandmeldeanlage installiert werden. Darüber hinaus soll die Nutzerfreundlichkeit etwa durch ein einheitliches Parkleitsystem und ein Farbgestaltungskonzept erhöht werden.

Das Dachproblem

Auf die Erneuerung der Dachabdichtung werde vorerst verzichtet. Denn: Hierfür müsse die Dachfläche freigeräumt werden. Weil aber mittelfristig ohnehin die Neugestaltung der Fläche über der Tiefgarage angedacht ist, sei eine Erneuerung der Dachdichtung im Zusammenhang mit der Umsetzung dieser Maßnahme sinnvoller, so die von Fachbereichsleiterin Annette Buchauer und dem Leiter des Eigenbetriebs Stadtwerke, Wolfgang Droll, verfasste Sitzungsvorlage.

Wie berichtet, wurde das Rathaus im Februar mit einer Hiobsbotschaft konfrontiert: Das Erdreich und die neun Bäume auf der Grünfläche zwischen Verwaltungssitz und Sarasinweg überschritten die Last, welche die Tiefgaragendecke tragen kann. Die Grünanlage musste samt Bäumen abgeräumt werden, um eine Sperrung der Garage zu vermeiden.

Die Kosten

In die von der Stadt angenommen Kosten in Höhe von knapp 5,4 Millionen Euro ist der jährlich um rund 3,5 Prozent steigende Baupreisindex bereits eingerechnet. „Die Entwurfsplanung hat mit der Kostenberechnung eine Planungstiefe von plus/minus 20 Prozent Unsicherheit, sodass sich die Gesamtkosten bis zu 6,8 Millionen Euro netto entwickeln können“, so der Text der Beschlussvorlage, über die der Gemeinderat am 26. September entscheidet.

Die Alternative

Wie das Rathaus steht auch die Tiefgarage unter Denkmalschutz. Daneben verlaufen die Tragstützen des Gemeinderatssaals durch beide Geschosse der Tiefgarage. Gleichwohl wurden dem Sanierungsansatz die Neubaukosten gegenübergestellt. Diese beziffert die Kommune inklusive Abbrucharbeiten, Außenanlagen sowie Sicherungsmaßnahmen an angrenzenden Gebäuden auf knapp 9,93 Millionen Euro netto. Bei einer Kostenunsicherheit von plus/minus 30 Prozent könnte sich diese Summe auf nahezu 13 Millionen Euro erhöhen.

Der Zeitplan

Es ist vorgesehen, mit den Arbeiten im Januar 2020 zu beginnen, damit die Sanierung zur Eröffnung des Tiefgaragenverbundes im Herbst 2020 abgeschlossen ist.

Die Nutzer

Die Verwaltung werde mit dem Eigenbetrieb Stadtwerke nach Ausweichmöglichkeiten für die Nutzer der Garage suchen.

Klar sei, dass hierfür nicht nur eine einzige, sondern mehrere Örtlichkeiten in Erwägung gezogen werden müssen. Deshalb sei eine Nutzererhebung vorgenommen worden.

Indes könnten auch „alternative Mobilitätskonzepte für die tägliche Anreise“ einen Beitrag zur Entlastung der Situation leisten, betont die Stadt. Diese sollen mit der verwaltungsinternen „AG Mobilität“ ausgearbeitet werden.

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