Lörrach Schneller bitte!

Die Oberbadische
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Neben Fachkräftesicherung und der Verfügbarkeit von bezahlbaren Wohn- und Gewerbeflächen sehen Betriebe aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut den Breitbandausbau als zentrale Herausforderung der Zukunft an. Das belegt die Auswertung einer Unternehmensbefragung.

Lörrach (bk). Wirtschaftsförderung Lörrach (WFL) und Wirtschaftsregion Südwest haben die Befragung aufgegleist (wir berichteten).

Die Unternehmensumfrage

Im Bericht über dieses von WFL-Geschäftsführerin Marion Ziegler-Jung und Alexander Maas, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Südwest, federführend erarbeitete Projekt wird betont: „Die Digitalisierung gilt als eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft. Aktuelle Studien legen jedoch nahe, dass der Grad der Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen in Deutschland bei weitem nicht so hoch ist, wie aufgrund der öffentlichen Debatten zu erwarten wäre. Vor diesem Hintergrund wurden die Betriebe im Rahmen der Befragung nach ihrer Einschätzung gefragt. Die größten Herausforderungen bei der digitalen Transformation sehen die antwortenden Betriebe beim Datenschutz und der IT-Sicherheit, der IT-Kompetenz der Mitarbeiter, der Breitbandanbindung sowie bei den Kosten der Digitalisierung. Sowohl der Schutz eigener Ideen und Geschäftsmodelle als auch die Entwicklung neuer Projektideen wird von deutlich weniger Unternehmen als große Herausforderung gesehen.“

Die schnelle Internetverbindung, so die Umfrageauswertung, stelle aus Sicht der Betriebe nicht nur eine große Herausforderung im Zusammenhang der Digitalisierung dar. Sie sei der zweitwichtigste Standortfaktor in der Wirtschaftsregion Südwest.

Lörracher Gewerbegebiete

Beim Breitbandausbau sieht die WFL noch Nachholbedarf in Lörracher Gewerbegebieten – betroffen sind vor allem kleinere oder mittelgroße Betriebe – auch dies belege eine Umfrage. Vergleichsweise gut versorgt ist die Kernstadt. Dort hat die Telekom Glasfaser verlegt.

Wie Ziegler-Jung bereits im Oberzentrumsauschuss der Städte Lörrach und Weil am Rhein Anfang März erläuterte, möchte die WFL den Bedarf in hiesigen Gewerbegebieten ermitteln. So wurden etwa schon Ende Februar Gespräche mit Firmen im Gebiet Blasiring/Gewerbestraße geführt. Die Bedarfsanalyse für das Innocel-Quartier läuft. Für beide Bereiche sei der Ausbau 2019 angedacht.

„connect Dreiländereck“

Mit „connect Dreiländereck“ verfügen die Landkreise Lörrach und Waldshut über ein Informationstechnologie-Netzwerk. Dieses verfolgt unter anderem das Ziel, „regionale IT-Unternehmen und IT-Abteilungen der Unternehmen sowie ihre Zulieferer und Kunden untereinander stärker zu vernetzen, gemeinsame Anknüpfungspunkte und Handlungsfelder zu finden und daraus Maßnahmen zu initiieren“, erläutert die WFL. Regelmäßige Netzwerktreffen und Veranstaltungen wie Vorträge oder „IT-Job-Info-Touren“ für Schüler dienen der Vernetzung und den Anliegen der beteiligten Unternehmen.

„Digihub Südbaden“

Mit dem „Digihub Südbaden“ (digitaler Knotenpunkt) wird ab November eine Anlaufstelle ihren Betrieb aufnehmen, die kleine und mittlere Unternehmen aus den Regionen „Südlicher Oberrhein“ und „Hochrhein“ bei den Herausforderungen der digitalen Transformation unterstützt. Eingebunden in ein Netzwerk, will der „Digihub Südbaden“ Unternehmen konkrete und handfeste Hilfe in Digitalisierungsfragen bieten.

Er startet mit fünf Standorten in der Region: Freiburg und Umkirch, Lörrach (im Innocel), Offenburg und Breisach. „Digihub Südbaden“ wird vom Land gefördert und von einem Konsortium aus Hochschulen, Organisationen der Wirtschaftsförderung, Unternehmen und regionalen Netzwerken getragen.

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