Lörrach Schulte gewinnt Hubertus-Pokal

Heinrich Schulte (Mitte), Oberschützenmeister Hubert Knauer (r.) und Ehrenoberschützenmeister Karl-Friedrich Glünkin. Foto: Gerd Lustig

Lörrach - Einmal im Jahr grassiert rund um das Schützenhaus im Grütt zumindest ein kleines bisschen das Jagdfieber. Oberschützenmeister (OSM) Hubert Knauber bläst zwar nicht zum ganz großen Halali, doch für einen Tag dürfen sich die Schützen ein wenig wie Jäger fühlen. Auf dem Programm steht ein so genanntes „Jagdliches Schießen“. Und das war jetzt wieder über das Pfingstwochenende der Fall. Es ist neben dem Königsschießen und der Vereinsmeisterschaft einer der Höhepunkte im Jahreskalender der Schützengesellschaft Lörrach.

Insgesamt 18 Vereinsmitglieder stellten sich dem Wettbewerb, darunter auch Ehrenoberschützenmeister Karl-Friedrich Glünkin. Als treffsicherster Schütze erwies sich Heinrich Schulte. Der 48-Jährige, der im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegt hatte, heimste im dreiteiligen Wettbewerb mit Abstand die meisten Punkte und die höchste Trefferquote (88,13 Prozent) ein und durfte bei der Siegerehrung erstmals den Hubertus-Wanderpokal entgegennehmen.

Mit einer Trefferquote von 79,38 Prozent belegte Sebastian Rinkenburger Platz zwei. Dritter wurde Stephan Meier (77,50 Prozent) vor Titelverteidiger Michael Bürgin (73,75 Prozent).

Dass der Ehrenoberschützenmeister am Ende nur den letzten Platz belegte, nahm der 84-Jährige ziemlich gelassen: „In meinem Alter ist es halt schon ein bisschen schwierig. das Gewehr ruhig zu halten.“

In der Tat, neben einem guten Auge war eine ruhige Hand nötig, um gute Ergebnisse zu erzielen. Zu absolvieren waren jeweils drei Schuss auf einen stehenden Bock und auf einen sitzenden Fuchs auf eine Entfernung von 100 Metern. Alle Teilnehmer schossen dabei mit der gleiche Waffe, einem Gewehr Hornet Kaliber 22. Der dritte Teil des Wettbewerbs beinhaltete zehn Schuss mit einer Schrotflinte auf einen 35 Meter entfernten Kipp-Hasen, bestehend aus drei Teilen.

Der Wettbewerb des „Jagdlichen Schießens“ geht auf eine Idee aus den 1970er Jahren zurück. „Wir wollten damals unser Vereinsleben ein wenig bereichern und auflockern und haben uns den Wettbewerb als Plausch ausgedacht“, erinnert sich Karl-Friedrich Glünkin. Und aus dem Plausch ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition geworden. In Kürze beginnen die Schützen dann wieder mit den Vorbereitungen und dem Training für die Vereinsmeisterschaften, die im September über die Bühne gehen. Im Oktober steht schließlich das Königsschießen an.

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