Rheinfelden Schwimmen ohne Termine

Auch in diesem Jahr soll das Freibad unter Coronabedingungen öffnen. Der Start ist für 22. Mai geplant. Grundsätzlich liegt derzeit auch ein neues Bäderkonzept vor. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Das Hallenbad bleibt dieses Jahr komplett geschlossen. Diese Kröte haben Stadt und Gemeinderat aufgrund des Sparzwangs im Haushalt geschluckt. „Eine Öffnung würde uns 132 000 Euro kosten“, machte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses deutlich. Das Freibad soll hingegen auch in diesem zweiten Corona-Sommer geöffnet werden.

Der Saisonstart ist für den 22. Mai geplant. Und überhaupt: Neben Änderungen in der Badeordnung und Gebührensatzung will das Bäderteam um Betriebsleiter Daniel Klein mit einem neuen Konzept die Freizeiteinrichtung gut in die Zukunft führen. Nicht zuletzt hat Klein weit über den Beckenrand hinausgeschaut und plant ein Schwimmkurssystem.

Die Mitglieder des Hauptausschusses zeigten sich davon angetan, nahmen die Neuigkeiten aber vorerst nur zur Kenntnis. Entschieden werden soll dann in der nächsten Gemeinderatsitzung am 15. April. Noch besteht in den Fraktionen jede Menge Klärungs- und Diskussionsbedarf.

Was wird neu ab 22. Mai? Geöffnet sein soll das Freibad mit seinen sieben Becken und einer Wasserfläche von 2400 Quadratmetern täglich von 10 bis 18 Uhr. Freitags wird ein Spätschwimmen bis 20 Uhr und mittwochs ein Frühschwimmen ab 8 Uhr angeboten. Spätester Einlass ist täglich 45 Minuten vor Betriebsschluss.

Wer rein will, braucht keine Online-Anmeldung mehr, das heißt: einfach kommen, Kontaktformular ausfüllen, das abfotografiert und aufbewahrt wird, so wie dies im vergangenen Jahr im Freibad Grenzach geschah.

Die maximale Besucherzahl liegt bei 1500. Doch keine Angst: „2020 haben wir dies nur vier Mal erreicht, sodass es kaum Wartezeiten gab“, so der Bademeister. Neu ist zudem, dass es statt Jahreskarten künftig Saisonkarten gibt. Fürs Freibad kosten diese 110 Euro (statt 120 Euro), fürs Hallenbad 30 Euro. Neu im Angebot sind Familiensaisonkarten und Saisonkarten für Alleinerziehende.

Kinder, die alleine das Bad besuchen wollen, müssen künftig neun statt sechs Jahre alt sein.

Zu guter Letzt: Für die Zukunft denkt Daniel Klein an das Angebot von Schwimmkursen, weil immer mehr Kinder nicht oder nicht sicher schwimmen können. Dabei denkt er an die Schaffung einer zusätzlichen Personalstelle bei der Stadt. Dabei soll das Modell „Schwimmstar“ des Landesschwimmverbandes zum Einsatz kommen. Kitas und Schulen gelten dabei als wichtige Ansprechpartner für die Schwimmkurse. Klein glaubt, dass diese Offerte mindestens kostendeckend sein wird.

Der Klassiker ist wieder da: Lesen Sie das ePaper bis zum Jahresende für nur 89 Euro! Gleich HIER anfordern.

  • Bewertung
    2

Umfrage

Angela Merkel

Die Kanzlerfrage beschäftigt die Union. Wer wäre Ihrer Ansicht nach der bessere Kanzlerkandidat: Armin Laschet oder Markus Söder?

Ergebnis anzeigen
loading