Lörrach Sein Stil ist unverwechselbar

Der Maler Bruno Haas, Bernd Ruch, Inhaber von Lohmüller Licht & Wohnen (l.) und Laudator Wolfgang Lohmüller (r.) freuten sich über die gelungene Geburtstagsausstellung. Foto: Jürgen Scharf

Lörrach - „Neues Wohnen“ ist der bezeichnende Titel eines Bildes von Bruno Haas. Eine Collage mit Stoff kombiniert, die von der Materialität her perfekt in seine Ausstellung „80 Jahre Bruno Haas“ bei Lohmüller Licht & Wohnen in Lörrach passt. Haas zähle zu den bekanntesten Künstlern der Region, so Inhaber Bernd Ruch. Mit dieser Schau macht sich Haas selber das schönste Geburtstagsgeschenk.

Überhaupt zeigt der Künstler gerne Bilder zu Wirklichkeiten, in diesem speziellen Fall zu Wohnwirklichkeiten. Für Haas ist es nicht Neues, seine abstrakten oder figurativen Gemälde in Wohnsituationen zu präsentieren. Denn der Raum ist für ihn auch ein Erlebnis. Das erste Mal hat er 1997 zur Einweihung der Geschäftsräume in der Tumringer Straße bei Lohmüller ausgestellt, zuletzt im Jahr 2010. Und nun also diese umfangreiche Werkschau mit an die 50 repräsentativen Arbeiten.

Akte in allen Variationen

Im oberen Stockwerk finden sich Akte in allen Variationen, darunter frühe Aktstudien von 1982. Eine Retrospektive von Haas’ reiner Aktmalerei, die noch nie ausgestellt war und in Mappen darauf gewartet hat, einmal gezeigt zu werden! Das Überraschende: Es sind nicht nur weibliche Akte, wie meist in der Kunstgeschichte, sondern auch männliche Akte. Immer zum selben Thema Begegnung, Dialog, Gespräch.

Auffallend bei Haas’ Akten ist, dass sie sich oft voneinander abwenden. Das trifft aber auf viele seiner Figurenbilder zu. Es gibt eine figürliche Reihe, wo die Leute auseinander gehen, die Figur isoliert wirkt, dies macht der Künstler auf spezielle Art sichtbar.

Thema Figur in ganz unterschiedlichen Positionen

Ihn interessieren vor allem die Stellungen und Haltungen Liegender, Sitzender, von Figuren in Bewegung, bei Spiel und Sport. So wird das Thema Figur in ganz unterschiedlichen Positionen gestaltet, oft sehr reduziert, bis hin zu Figuren, die eine „Aura“ haben – viele dieser Zeichnungen könnte man als „gemalte Skizzen“ bezeichnen, wo der Pinsel als Bleistift fungiert.

Um zu zeigen, wie der Mensch einen eigenen Weg im Leben findet, setzt Haas viele Symbole aus der Wirklichkeit ein, Buchstaben und Zahlen, gegenständliche Zeichen, die als grafische Elemente dienen. Aber was man sieht, das liegt im Auge des Betrachters

Eine Art „Wanderung“

Und so kann man in den einzelnen Räumen eine Art „Wanderung“ durch die Haas’sche Bilderwelt in einer besonderen Schöner-Wohnen-Raumsituation machen, sich in die Motive hineinversetzen und als Betrachter seine eigene Geschichte dazu entwickeln.

Wolfgang Lohmüller gratulierte dem Maler, der „sehr fleißig ist und dessen Bilder sofort erkannt werden, egal ob figurativ, abstrakt oder plakativ“. Haas habe früh seinen eigenen Stil gefunden und sei ihm bis heute treu geblieben, ohne einem Modetrend zu folgen, das sei, modern gesagt, „nachhaltig“, so Lohmüller, der seine Rede noch um persönliche Gedanken und Erfahrungen über Kunst und den Kauf eines Bildes ergänzte.

Haas’ Band „Smoke Generation“ trat in neuer Konstellation mit Jens Wiedmann, Peter Claas und André Berger an der Mundharmonika auf und lockerte die Vernissage mit Blues, Rock’n’Roll, Country, Swing und Oldies auf.

Und zu späterer Stunde griff der Jubilar selber in die Saiten der Gitarre.   Bis Ende April, zu den Geschäftszeiten.

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