Lörrach Senioren eine Stimme geben

Freuen sich über gesammelte Spendengelder (v. l.): Patrick Ball, Marno le Moult, Gabi Schupp, Dieter Funk (2. Vorsitzender), Helmut Bürgin, Heinrich Benner (1. Vorsitzender). Vom Vereinsvorstand fehlen Verena Kaiser (Beisitzerin) und Thomas Willener (Kassier). Foto: Markus Greiß Foto: Die Oberbadische

Von Markus Greiß

Lörrach. Die größtenteils Senioren betreffende Hirnerkrankung Demenz wird mit zunehmender Alterung der Gesellschaft immer mehr zur Volkskrankheit. Der im September 2014 gegründete Förderverein des Stettener Seniorenzentrums St. Fridolin möchte deshalb vor allem über diese Krankheit informieren und die öffentliche Diskussion zum Thema fördern, wie Heimleiter Patrick Ball am Donnerstag erläuterte.

Und das scheint bitter nötig zu sein, sind die Belange alter Menschen laut Heimfürsprecher Marno le Moult doch allenfalls „Randthemen“. Das gilt auch für Lörrach, meint Fördervereins-Beisitzende Gabi Schupp, die „das Thema Alter bei der Stadt noch nicht angekommen“ sieht. Der Förderverein, der mittlerweile 46 Mitglieder zählt und gerne weitere Interessenten aufnimmt, möchte hier gegensteuern – etwa durch Projekte für Senioren, die im Quartier sichtbar sind.

So hat der Verein in den wenigen Monaten seines Bestehens schon einiges auf die Beine gestellt: Er war am Adventsmarkt mit einem Informationsstand vertreten, trat als Mitorganisator eines vom Theater am Mühlenrain (TAM) in Weil am Rhein untermalten Vortrags von Rechtsanwältin Christine Trautwein-Domschat zum Betreuungsrecht auf und organisierte unter Federführung von Vereinsmitglied Helmut Bürgin eine Ausstellung von 70 Bildern regionaler Maler, die 350 Euro an Spenden einbrachte.

Die Rückendeckung des Vereins ist wichtig für die Umsetzung wertvoller Projekte, die das Seniorenzentrum selbst nicht bezahlen kann. Drei Förderanträge hat die Heimleitung auf dieser Grundlage bereits bei den zuständigen Stellen eingereicht: zur Finanzierung einer mobilen „Küche auf Rollen“, die direkt bei den bettlägerigen Menschen einsetzbar ist, eines behindertengerechten Busses etwa für die Fahrt zum Wochenmarkt sowie der „Quartiersarbeit“.

Hier geht es laut Ball darum, „den mobilen Zweig des Seniorenzentrums“ zu stärken und beispielsweise eine Begegnungsstätte mit Beratungsangebot im Dorfzentrum einzurichten, die allen Stettener Senioren und ihren Angehörigen offensteht. u  Mehr Infos per E-Mail an foerderverein.1vorsitzender @gmail.com

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