Lörrach Sie hat Spuren hinterlassen

Ein Liegestuhl als Geschenk von der Matthäus-Gemeinde für Miriam TepelFoto: Beatrice Ehrlich Foto: Die Oberbadische

Mit Gebet, Gesang und gemeinsamen Aktionen rund um die Lörracher Stadtkirche wurde der Open-Air-Abschiedsgottesdienst für Diakonin Miriam Tepel zu einem unvergesslichen Fest. Dekanin Bärbel Schäfer, Pfarrerin Gudrun Mauvais und Pfarrer Tobias Walkling verabschiedeten die engagierte Diakonin nach nur dreieinhalb Jahren Dienst in Lörrach.

Lörrach (bea). Tepel wird künftig in Bad Krozingen als Diakonin im Kinder- und Jugendbereich und bezirkliche Öffentlichkeitsbeauftragte tätig sein.

Mit einem interaktiven Gottesdienst griffen die Organisatoren Impulse der scheidenden Diakonin auf. Statt einer Predigt luden viele Mitmach-Stationen dazu ein, selbst tätig zu werden. Vom Barfuß-Pfad im Pfarrgarten, über eine bunte Kreidespirale zum Mitmalen und einer Gebets-Pinnwand für eigene Anliegen bis hin zur Fotografierstation, an der Miriam Tepel mit der Polaroid-Kamera die Gottesdienstteilnehmer festhielt, reichten die Angebote. Unter einem Baum spielte eine muntere Runde „Ich packe meinen Koffer...“ und griff damit das Leitmotiv dieses Gottesdienstes auf: sich auf neue Wege begeben.

Tepel habe in der Matthäus-Gemeinde wichtige Akzente gesetzt, mit neuen Gottesdienstformen und ihrer vielseitigen Gestaltung der monatlichen Kinderkirche, das war von vielen Gottesdienstbesuchern zu hören. Zum Beispiel von Johann und Johannes, die mit Tepel immer einmal im Monat bei der Kinderkirche zu tun hatten. Die Legostadt, einen Jonglier-Workshop, Wasserspiele und viele weitere Aktionen sind den beiden in bester Erinnerung. Und nicht zu vergessen die vielen Geschichten aus der Bibel. Für jedes Treffen habe sich die Diakonin etwas Neues einfallen lassen, lobte Johannes’ Mutter, Brigitte Schnabel. Auch ihre ältere Tochter sei in die Kinderkirche eingebunden gewesen, als Helferin.

Unter den Festgästen waren auch viele aktuelle und ehemalige Konfirmanden. Alberto Isenburg, Vorsitzender des Ältestenkreises, brachte es auf den Punkt: „Du hast wahrlich deine Spuren hinterlassen“, versicherte er der scheidenden Diakonin, auch wenn es nicht immer einfach gewesen sei.

Als Brückenbauerin habe sie einen Herzenswunsch vieler mit kleinen Schritten beharrlich umgesetzt, sagt Gert Schramm, Vorsitzender des Gesamtkirchengemeinderates anerkennend. Ein Beispiel dafür: Mit ihrer AG „Kinder entdecken Kirche“ im Rahmen des Ganztagsprogramms habe sie an der Salzert-Grundschule sogar mehr Kinder erreicht als die Sport-AG, so Schramm.

Als Einladung, an verschiedenen Orten zu verweilen, verstünde sie ihre Lebensreise, richtete sich Miriam Tepel mit eigenen Worten an die Gemeinde. Sie spüre nun den Wunsch, zu neuen Orten aufzubrechen und wolle dem nachgehen. Als ihre erste Station als Gemeindediakonin werde sie Lörrach im Herzen behalten, versprach sie. Dekanin Schäfer und die beiden Pfarrer baten um Gottes Segen für Tepels weiteren Weg. Mit Worten aus dem Alten Testament gab ihr Pfarrerin Mauvais Zuspruch: „Sei mutig und stark und fürchte Dich nicht, denn dein Gott ist bei Dir“. Einen Liegestuhl als Geschenk überreichte sie zusammen mit den Kindern der Kinderkirche.

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