Lörrach Sieben Siege und vier Sonderpreise

Die Oberbadische, 02.02.2018 17:52 Uhr

Das Phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck war beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“, der am Donnerstag und Freitag in Freiburg stattfand, wieder außerordentlich erfolgreich: Die Schüler gewannen in sieben Kategorien, dazu gab es einen zweiten Platz, zwei dritte Plätze und vier Sonderpreise.

Lörrach/Freiburg. 24 Schülerinnen und Schüler des Phaenovums nahmen dieses Mal mit 13 Projekten am Wettbewerb teil und waren in fünf von sieben Disziplinen vertreten. Elf Projekte erreichten eine Platzierung oder erhielten einen Sonderpreis. Der Anteil der weiblichen Nachwuchsforscher ist laut Phaenovum-Geschäftsführerin Helga Martin mit 13 von 24 Teilnehmern (54 Prozent) sehr hoch.

Fachbereich Arbeitswelt

Mit dem Projekt „Pill-O-Mat“ überzeugten die Schüler Benedikt Heim (15), Leo Grossman (15) und Yannick Resch (15), alle Hans-Thoma-Gymnasium (HTG), die Jury und wurden zu Regionalsiegern in der Sparte „Jugend forscht“ (für Schüler ab 14 Jahren) gekürt. Damit ältere Menschen ihre Medikamente regelmäßig nehmen und nicht verwechseln, entwickelten die Schüler einen Automaten zur Ausgabe der Pillen.

Denis Grueneberg (14), Meret-Oppenheim Schulzentrum Steinen, verglich den Stromverbrauch von Elektrogeräten und wurde Dritter.

Fachbereich Biologie

Die Schüler Conrad Kessel (18) und Finn Münchhoff (17) entwickelten eine Methode, mit Algen Kohlenstoffdioxid zu speichern. Mit diesem Projekt „Biomasseproduktion zur CO 2-Reduktion in der Luft“ erzielten sie den zweiten Platz in der Sparte „Jugend forscht“.

In der Sparte „Schüler experimentieren“ (unter 14 Jahren) belegten gleich zwei Phaenovum-Projekte den ersten Platz: Jule Knauer (12), Freie Evangelische Schule Lörrach, liebt Asseln und erforschte deren Intelligenz. Mit der Fragestellung „Welche Nahrungspflanzen werden von Stabheuschrecken (Sipyloidea Sipylus) bevorzugt?“ beschäftigte sich Julian Kehm (12), Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach.

Fachbereich Geo- und Raumwissenschaft

Die Feinstaubverschmutzung in Lörrach analysierten die Schüler Leander Hartenburg (16) und Leon Klein (16), beide HTG, und wurden dafür mit dem Regionalsieg „Jugend forscht“ ausgezeichnet.

Charlotte Löbbe (15) und Julia Kernbach (13), beide HTG, beschäftigten sich mit einem weiteren hochaktuellen Thema „Plastik im Salz? – Quantitative Analyse von Mikroplastik in Meersalz“. Mit ihrer systematischen Herangehensweise überzeugten sie die Jury und wurden mit einem dritten Platz bei „Jugend forscht“ belohnt.

Um Ölteppiche mit natürlichen Mitteln bekämpfen zu können, untersuchten die Schüler Maja Spanke (11) und Saskia Lange (12), beide HTG, die Eignung von Haaren und wurden damit Regionalsieger bei „Schüler experimentieren“.

Fachbereich Physik

Mit dem Regionalsieg in der Sparte „Jugend forscht“ wurden Alexandra Martin (16), Jasmin Muderris (15) und Nahae Kühn (15), alle HTG, für ihre wissenschaftlichen Forschungen im Projekt „Akustische Levitation – Kugeln im Lotussitz“ ausgezeichnet.

Wie bricht eine Kreide und welche physikalischen Kräfte wirken dabei? Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich Adam Muderris (13), Marie Fuchs (13) und Nele Paul (13) bei ihrem Projekt „Kreide Fragmenti“ und wurden damit Regionalsieger bei „Schüler experimentieren“.

Welche Kraft ein Luftzug beim Ein- und Ausfahren eines Zuges auf dem Bahnhof hat, untersuchte Lucia Berghausen (14), HTG, und wurde mit dem dritten Preis bei „Schüler experimentieren“ belohnt.

In der Sparte „Schüler experimentieren“ sind die jüngsten Phaenovum-Jungforscherinnen Ida Spanke (9), Grundschule Höllstein und Selma Muderris (9), Wiesentalschule Maulburg der Frage „Warum gibt es im Regenbogen kein Rosa?“ mit optischen Experimenten nachgegangen. Sie wurden mit einem Sonderpreis belohnt.

Intensive Vorbereitung

Die Jungforscher hatten sich in den letzten Wochen intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet: Unabhängig vom Fachgebiet, ob Physik, Biologie, Life Sciences, Geo- und Raumwissenschaften oder Arbeitswelt, alle Projekte vermitteln die Freude der jungen Wissenschaftler am Forschen und die Feststellung, dass es noch unendlich viel zu entdecken gibt, im Kleinen wie im Großen.

187 Mitbewerber

Insgesamt wurden 95 Projekte beim Regionalwettbewerb in der SICK-Arena vorgestellt. Die 187 Mitbewerber kamen aus ganz Südbaden. Alle Regionalsieger nehmen am Landeswettbewerb teil, der für „Jugend forscht“ vom 20. bis 22. März in Stuttgart und für „Schüler experimentieren“ am 26. und 27. April in Balingen stattfindet.