Lörrach Sonne, Wind und Regen einmal musikalisch

Bestens disponiert und vorbereitet zeigte sich die Stadtmusik beim Jahreskonzert. Foto: Gottfried Driesch Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Mit einem ausgesprochen kurzweiligen Programm begeisterte die Stadtmusik Lörrach am Samstag im Burghof das Publikum. „Alle reden vom Wetter . . . “ lautete das Motto für alle drei Formationen. Die drei Dirigenten Niels Faltum (Orchester-Kids), Ellen Ernst (im vergangenen Jahr noch Ellen Winzer, Orchester-Teenies) und Ulrich Winzer (Aktivorchester) hatten im Vorfeld ganze Arbeit geleistet.

Traditionell eröffneten die „Orchester-Kids“ den musikalischen Reigen. Sonne, Regen, Wind, und Sturm wurden musikalisch in Szene gesetzt. Bei „Suncatcher“ von James Curnow spielten die Kids erfreulich ungezwungen, frisch und selbstbewusst auf. Bestimmt ein Verdienst des Dirigenten Niels Faltum, der vor 18 Monaten ohne jede Erfahrung das Jugendorchester übernommen hatte. Mit „The second Storm“ von Robert W. Smith wurde es stürmisch. Gut gespielt und sehr herzig erklang „When the Rhinos Do The Rumba In The Rain“ (Len Orcino).

Der Vorsitzende Daniel Gramespacher und Jugendleiter Mathias Venker verabschiedeten danach Niels Faltum, der wegen seiner Ausbildung Lörrach verlassen wird.

Auch Ellen Ernst (früher Ellen Winzer) hatte ihr Orchester exzellent vorbereitet. Sie begann mit „First Sun (Michael Kamuf). Von der Ruhe vor dem Sturm bis zu wütenden Winden berichtete „Storm Warning!“ von Robert Sheldon. Zur Verdeutlichung der Sturmwarnung blinkte am Rand des Podiums eine gelbe Warnlampe.

Von mildem Landregen berichtet ein von Jack Bullock arrangiertes Medley „Rain“ mit vielen sehr bekannten Melodien von Liedern über den Regen.

Den Kampf der Sonne durch den Nebel schilderte „Where the Sun breaks through the Mist (Michael Sweeney). Wie schon bei den Kids gab es eine Zugabe: „Colours of the Wind“, arrangiert von John Higgins.

Der Dirigent und künstlerische Leiter der Stadtmusik, Ulrich Winzer, hatte ein hervorragendes Programm zusammengestellt. Unter ihm hat sich die Stadtmusik zu einem klangschönen Orchester etwickelt. Bei „Weather Report“ von Shin´ya Takahashi wird das Wetter eines ganzen Tages musikalisch geschildert. Vom bewölkten Sonnenaufgang über die strahlende Mittagssonne, den Nachmittagsschauer bis zum Sonnenuntergang. Schon fast eine Wetterkunde war „Clouds“ (Eric Swiggers), bei dem zur Verdeutlichung auf der großen Leinwand die verschiedenen Wolkentypen dargestellt wurden.

Zum musikalischen Höhepunkt wurde „In a Gentle Rain“ von Robert W. Smith. Für das Blasorchester adaptiert, reichten sich die Klarinette und die Oboe die eingängige und schöne Melodie weiter. Das Orchester spielte hier ganz ohne Dirigent, der mit einem Regenschirm am Rande des Podiums stand.

Auf das berühmte englische Kinderbuch „Der Wind in den Weiden“ stützte sich das nächste Stück von Johan de Meij. In vier Sätzen werden die Charaktere der handelnden Tierfiguren treffend hörbar gemacht.

Mit „The Perfect Storm“ (James Horner), einem wahren Ereignis aus dem Jahre 1991 nachempfunden, schlugen noch einmal die musikalischen Wellen hoch. Zwei Zugaben musste die Stadtmusik spielen, bis die Zuhörer endlich zufrieden dem heimischen Herd zustrebten.

Bereits zum dritten Mal nahm die Stadtmusik für das Jahreskonzert keinen Eintritt. „Musik ist für alle da“, lautet hierzu das Motto. Dafür bat das Orchester am Ausgang um eine Spende. Oberbürgermeister Jörg Lutz scherzte in seinen launigen Begrüßungsworten: „Altmetallsammlung war letzte Woche – heute ist Papiersammlung“.

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