Lörrach Spatenstich im Regen

Lörrach - 18 neue Wohnungen entstehen im Gebiet Neumatt in einer Baulücke. Die Wohnbau Lörrach investiert an der Austraße gut vier Millionen Euro. Sie leistet damit einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot in Lörrach.

Das Wetter hätte schlechter kaum sein können. Es regnete unablässig, als gestern der 1. Spatenstich für ein neues Wohnprojekt im Gebiet Neumatt vollzogen wurde. Dennoch war es ein erfreulicher Anlass. „Wir bauen hier 18 Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen, für die die Nachfrage gigantisch ist“, betonte Wohnbau-Geschäftsführer Thomas No-stadt. „Von der Idee für dieses Projekt bis zum ersten Spatenstich dauerte es gerade einmal ein Jahr“, lobte No-stadt das Architekturbüro Wilhelm, Hovenbitzer und Partner sowie die Baurechtsbehörde der Stadt Lörrach für ihr schnelles Handeln.

Das Tempo, das die Wohnbau vorlegt, ist auch dringend nötig – nicht nur in der Austraße. Denn bis zum Jahr 2025 sollen 2500 Wohnungen in Lörrach gebaut werden. Die Wohnbau leistet laut Nostadt dazu ihren Beitrag. Mit dem Mättle in Tumringen (15 Wohnungen) und der Bebauung des Areals Weberei Conrad (120) betreibt das weitgehend städtische Tochterunternehmen dann gleich drei Baustellen in Lörrach. Geplant ist außerdem ein Projekt in der Ortmatt in Brombach. Das Bauvolumen beläuft sich dann laut No-stadt auf insgesamt gut 90 Millionen Euro.

„Wer bauen will, wird von uns unterstützt“, versprach Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic. Mit feinen Ballerinaschuhe an den Füßen, scheute sie sich nicht, mitzuhelfen, „damit der Bauaushub voran kommt“, wie Nostadt es zuvor eingefordert hatte.

Dass es an der Baustelle demnächst wirklich voran geht, dafür wird allerdings eher das Stuttgarter Generalunternehmen Fersan sorgen. Dessen Geschäftsführer Gunnar van Almsick versprach die Fertigstellung bereits für das Frühjahr 2020. Dann können die Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen für Preisen zwischen 400 und 530 Euro angemietet werden.

Die Schaffung von Wohnraum genießt für Neuhöfer-Avdic „höchste Priorität, denn das Thema treibt uns immer noch um und wird uns in den nächsten Jahren weiter umtreiben“. Die Bürgermeisterin lobte das Projekt der Wohnbau an der Austraße. Als vorteilhaft listete sie auf: zentrale Lage, bestehende Infrastruktur und Stärkung des Quartiers.

Architekt Fritz Wilhelm bezeichnete das dreigeschossige Gebäude als „zurückhaltend“. Es werde sich harmonisch in den Bestand einfügen. Von den Nachbargebäuden werde es sich nicht wesentlich unterscheiden.

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