Lörrach SPD gegen Einschränkungen

Für die Riehener Genossen hat laut einer Mitteilung der SPD-Gemeinderatsfraktion eine Tramverlängerung nach Lörrach sogar Vorrang vor einem S-Bahn-Ausbau. Foto: Archiv

Lörrach - Neuregelungen im öffentliche Nahverkehr sowie Einschränkungen beim ab Sommer geltenden Ein-Euro-Ticket sorgen bei der SPD und den Grünen für Diskussionen.

Die SPD-Fraktion zeigt sich mehr als verwundert darüber, dass dieses Ein-Euro-Ticket, das es ab August geben soll, erst ab 9 Uhr morgens gelten soll.

SPD zum Ein-Euro-Ticket

Somit kann dieses Ticket im morgendlichen Berufsverkehr nicht genutzt werden. „Das ist für die SPD“, wie sich Fraktionsvorsitzender Günter Schlecht deutlich äußerte, „nicht akzeptabel“ (wir berichteten ausführlich).

Gerade in den Stoßzeiten am Morgen sollen laut SPD Anreize geschaffen werden, auf das Auto zu verzichten. Die SPD werde daher politisch weiter dafür kämpfen, dass das Ein-Euro-Ticket ohne Einschränkungen genutzt werden könne.

Austausch mit Riehen

In einem Dorfgespräch mit den Riehener Sozialdemokraten ging es vor allem um den Ausbau der S-Bahn und eine mögliche Tramverlängerung von Riehen nach Lörrach. Diesen Gedankenaustausch nutzten aus Lörrach Annette Bachmann-Ade, Christa Rufer, Peter Öhler und Hubert Bernnat. Einig war man sich darin, dass ein Viertelstundentakt der S6 zwischen Basel und Schopfheim ein dringendes Bedürfnis ist. Dafür müsse allerdings die Strecke an verschiedenen Stellen zweigleisig ausgebaut werden. Denn gleichzeitig dürfe diese Taktung nicht auf Kosten der S5 nach Weil am Rhein gehen, wie der Weiler Gemeinderat Johannes Foege betonte. Für die Lörracher Gemeinderäte ist zudem eine weitere S-Bahn-Haltestelle am neuen Zentralklinikum unverzichtbar. Wie sich die Taktverdichtungen auf die Schrankenschließzeiten auswirken, wurde unterschiedlich diskutiert. Einig war man sich darin, dass diese auf jeden Fall minimiert werden müssten. Für die Riehener Genossen hat eine Tramverlängerung nach Lörrach sogar Vorrang vor einem S-Bahn-Ausbau. Von Lörracher Seite wurden sie darin vor allem von Peter Öhler unterstützt, der eine Verlängerung der Tram von der Riehener Grenze bis an den Bahnhof Stetten forderte.

SPD zum Stadtbusverkehr

Was den Stadtbusverkehr angeht, wird die SPD sich für den Erhalt der Linie 9 aussprechen und dazu in der übernächsten Gemeinderatssitzung Optimierungsvorschläge machen. Vor allem Sabine Schumacher als Hospitantin der Linken will sich einbringen. Anträge werden auch zum Pilotprojekt Wasserstoffbus, zum Vorrang für Stadtbusse mit integrierter Grünschaltung an Ampeln und zur Busanbindung des touristischen Juwels Burg Rötelln gestellt werden. Grüne zum Stadtbusverkehr Die Fraktion der Grünen begrüßt die geplanten Verbesserungen auf den Buslinien 8, 9 und 10 (neue Haltestellen in Tüllingen, S-Bahnanschluss des AST der Linie 9 und Anbindung von Röttelnweiler).

„Auch wenn die Fahrgastzahlen der Linie 9 ausbaufähig sind, ist der Anschluss des Salzert an die Regio-S-Bahn und eine Busverbindung von Stetten-Süd in die Innenstadt für uns unverzichtbar, wir lehnen daher den geplanten Antrag der Freien Wähler, die Linie 9 ersatzlos zu streichen, ab“, meint Stadtrat Berg.

Das Angebot (Linienführung und Takt) müsse so sein, dass es für jeden Bürger attraktiv erscheine und auch zumutbar sei, den ÖPNV zu nutzen. Auf der anderen Seite könne dann auch der motorisierte Individualverkehr unattraktiv gemacht werden. Ein Recht auf einen Stellplatz im öffentlichen Raum gebe es nicht, so die Grünen.

„Nur so werden wir die Klimaziele im Bereich Mobilität erreichen können“, fordert Berg ein Umdenken ein.

Neben einer attraktiven Linienverbindung müssten weitere wichtige Maßnahmen, zum Beispiel eine Vorrangschaltung für den Busverkehr und ein besserer Standard an den Haltestellen erfolgen.

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