Lörrach Spezielle Klangmomente

Gastspiele des „Big Sound Orchestra“ im „Jazztone“ sind immer etwas Besonderes. Diesmal war der Gitarrist Johannes Maikranz (hinten rechts oben) mit dabei. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Lörrach (lu). So oft sie auch schon im Jazztone gespielt haben, eines ist klar: Routine, Übersättigung oder gar Gewohnheit und Langeweile können beim „Big Sound Orchestra“ (BSO) gar nicht aufkommen. Das liegt zum einen am musikalischen Können der einzelnen Mitglieder dieses 18-köpfigen Ensembles. Zum anderen aber lädt der Orchesterchef David Grottschreiber stets Gastmusiker ein, um für Abwechslung zu sorgen.

Diesmal war es der Gitarrist Johannes Maikranz, der für die speziellen Momente und Klänge zuständig war. Auf die Gesangskünste von Isa Morgenstern musste dieses Mal allerdings verzichtet werden.

Ein komplettes und intensives Probenwochenende lag jetzt hinter den Akteuren, bevor das Konzertprogramm stand. „Und es hat sich wirklich gelohnt, es waren überaus spannende Stunden“, machte Grottschreiber schon mal neugierig, was da kommen sollte (Das Konzert wurde im Übrigen am Samstag auch in Rheinfelden und am Sonntag in Grenzach-Wyhlen gespielt).

Nach einer eher gediegenen Einführung in den Abend mit einem Stück von Duke Ellington, ganz im Stile des State of Art-Jazz aus dem Raum New York, wie der Orchesterleiter erklärte, „also ganz klassisch für ein großes Orchester“, war die Zeit für den aus Emmendingen stammenden Gitarristen Johannes Maikranz gekommen. Gefühlvoll und virtuos zugleich zeigte der junge Musiker (Jahrgang 1988) gleich mal, was er drauf hat. Mit speziellen Verstärker- und leichten Synthesizer-Effekten, bedient durch unzählige Pedale am Boden, zog er die Besucher in den Bann, bevor schließlich das ganze Orchester klanggewaltig und präzise in die Stücke einstieg.

Auch in der Folge zeigte Maikranz bei Stücken der britischen Rockband „Radiohead“, die er als Komponist für den Jazz mit Orchester umarrangiert hatte, sein Können an der Gitarre. Der Profi-Musiker, der an der Hochschule in Basel bei Wolfgang Muthspiel studierte, hat selbst einige Bands und Ensembles gegründet und spielt weiterhin in diversen Formationen, unter anderem im Duo mit der Sängerin Cecile Verny. Natürlich heimste er auch Preise ein.

Er versteht sein Fach und hat sich auch jetzt wunderbar in das BSO eingebracht und in Szene gesetzt. Alles wirkte harmonisch, als würde man schon seit Jahren zusammenspielen. Erstmals waren jetzt im Jazztone eigene Stücke in einer Bigband-Fassung zu hören, die der Arrangeur und Komponist geschaffen hatte.

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