Lörrach Sport, Spaß und Sommersonne

Gut 100 Jungs und Mädchen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren nehmen am Camp teil. Foto: Gerd Lustig

Lörrach - „Wir wollen alle Spaß haben“, ruft Michael Rummenigge ins Mikrofon. Der ehemalige Bundesligaprofi des FC Bayern München und von Borussia Dortmund bietet seit 25 Jahren Fußballcamps für Kinder und Jugendliche an. Und er gibt beim Fußballcamp beim TuS Lörrach-Stetten von Beginn an die Marschrichtung vor.

Spaß, betont Rummenigge, sei mindestens so wichtig wie Ehrgeiz, Technik und Können. „Ihr habt so ein schönes Blau als Vereinsfarbe – seid mal froh, dass es kein Königsblau ist“, scherzt er augenzwinkernd mit Blick auf den gerade abgestiegenen FC Schalke.

Gut 100 erwartungsfrohe Jungs und Mädels im Alter zwischen sechs und 13 Jahren nahmen am Camp teil. Rummenigge und sein professionelles sechsköpfiges Trainerteam gaben sich alle Mühe: Der Schweiß floss bei Coaches und Nachwuchssportlern gleichermaßen

„Trinken ist ganz wichtig“, wird der 59-Jährige an diesen drei Fußballtagen nicht müde, immer wieder zu rufen. „Und hier bei uns wird Wasser oder Apfelschorle getrunken – keine Cola“, sagt er. Und wer seinen Kopf mal mit Wasser aus den zahlreichen Eimern am Spielfeldrand abkühlen möchte: „Aber bitteschön – gerne doch.“

Auch bei den Organisatoren des TuS Stetten um Jugendleiter Andi Noske und sein Team sowie Ivica Jurkovic, der auch diesmal wieder die Kontakte zur Fußballschule geknüpft hatte, herrschte Freude. Die diesmal zu vergebenden 100 Plätze – nochmals 40 mehr als beim Rummenigge-Camp im Jahr 2019 – waren schnell ausgebucht. Auch zahlreiche Fußballinteressierte und Fans kamen ins TuS-Stadion, um dem ehemaligen Fußballprofi zuzuschauen.

„Wir sind froh, dass es mit dem Camp wieder geklappt hat“, freut sich Noske. Gerade in Corona-Zeiten sei ein solcher Anlass ein Höhepunkt für den Fußballnachwuchs. Und weil es mit Sponsoren und weiteren Partnern erneut gut gelaufen ist, denkt man beim TuS darüber nach, ein solches Camp zu einer jährlichen Einrichtung zu machen, denn: „Auch für uns Trainer und Betreuer ist das eine tolle Sache“.

In erster Linie sind aber die Kinder und Jugendlichen hellauf begeistert von Michael Rummenigges Tipps. Der Namensgeber und seine Trainer waren nahbar, aufgeschlossen und locker. „Wir wollen den Straßenfußball auf die grüne Wiese holen“, stellte er die Philosophie seiner 1996 gegründeten Fußballschule vor, mit der er etwa 40 Camps pro Jahr anbietet. Und das heißt insbesondere: Alles wird mit dem Ball gemacht, das Ungezwungene und Spielerische steht stets im Vordergrund. Denn neben Stationen wie Dribbling, Passspiel, Torschuss, Flankenverwertung, Koordination und Schnelligkeit hat das Fußballcamp auch das Spiel als solches im Gepäck.

Neben den jungen Kickern hatte auch Michael Rummenigge etwas von seinem Trip nach Lörrach: Im TuS-Stadion traf er am Samstag auf seinen ehemaligen Trainer und Mentor Ottmar Hitzfeld. „Das war für mich der beste Trainer der Welt“, schwärmt der 57-Jährige noch heute. Und so gab das Duo Hitzfeld/Rummenigge auch gerne gemeinsam Autogramme.

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